1

Art der Fährte: FS-SW, plus 125ml Schweiß

Länge: 1100m

Standzeit: 22h

Verlauf: siehe Bild

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Beerkraut, Schotter, Rückegassen. Mischwald, Kiefernaltholz

Umwelt und Wetter: Ruhige Umwelt. Regen, Wind, kühl

Thema: Verleitungen, prüfungsgerechte Fährte mit Schweiß

Verweiser: 2 Wundbetten mit Schweiß und Schwartenfetzen

Verleitung: Rehwild, Hase, Fuchs

 

Zum ersten mal Schweiß mit in die Fährte gebracht. 125ml für Anschuss, 3 Wundbetten. Laut PO Ist die Fährte die ersten 500m mit Schweiß. Es folgen 400m ohne, die letzten Meter wieder mit Schweiß.

Die Fährte war nicht markiert, nur die Wundbetten. Aufgezeichnet mit dem Garmin. Das wollte heute aber nicht so recht funktionieren, das heißt 90% der Strecke war ich im Blindflug unterwegs.....

Auch wenn wir ankamen: Ruhige, konzentrierte und motivierte Fährtenarbeit sieht anders aus.... Viel Gefasel und rum Geblödel, oft aber auch eindeutiges und williges Suchverhalten vom Emil. Wir bleiben dran....

 

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2

Art der Fährte: FS-RW

Länge: 1000m

Standzeit: 20h

Fährtenverlauf: "U"

Untergrund und Bewuchs: Beerkraut, Nadelstreu, Schotter, Moos. Altholz mit etwas Unterstand

Umwelt und Wetter: Verkehrslärm durch die Nähe der Autobahn, relativ warm, trocken.

Verleitung: Rehwild, Rotwild, Schwarzwild

Thema: Fremdfährte, neue Wildart Rotwild und dessen Verleitungen.

Verweiser: 2 Wundbetten mit Deckenfetzen, Knochensplitern u.ä

 

Es ist gar nicht so einfach, Emil´s Arbeit passend zu beschreiben denn UNTERIRDISCH wäre noch geprahlt....

Vorsuche: Fand nicht statt denn Emil wollte nicht. Weder wollte er vorsuchen, noch überhaupt irgend eine olle Kunstfährte annehmen. Es dauerte am Anschuss schon gute 15 Minuten ehe der BGS sich überhaupt in Bewegung setzte..... Tiefe Nase ????? Noch nieeee gehört. WENN er die Nase denn mal unten hatte dann lief er relativ exakt auf der Fährte. Zusammengerechnet vieleicht 100m. Mal 5, mal 10, mit Glück mal 20m am Stück....

ALLE Winkel überschossen. Am 1. Wundbett kamen wir exakt vorbei, leider war nix mehr da was er hätte verweisen können. Ich hab Emil immer wieder abgelegt in der Hoffnung er würde sich sammeln. Aber nix da, der BGS hatte gestern wohl andere Pläne für seine Freizeitgestaltung. Kurz vor Ende hatten wir noch das Pech die Fährte komplett zu verlieren und mussten ein recht großes Stück vorgreifen und auf die Fährte zurück suchen da sich unser Fährtenleger nicht mehr sicher war wo die Fährte genau läuft. Das Emil von der Fährte abkam hab ich absolut nicht gesehen. Keiner hat das.... Emil war gestern nahezu unlesbar...

Bei der Vorsuche zurück auf die Fährte hat er das einzige mal richtig gut reagiert in dem er am Rand der Forststrasse plötzlich die Nase runter nahm, an zog, nach rechts in den Bestand abbog und typisches Suchverhalten zeigte. Erst sah ich eine Markierung, paar Meter drauf verwies Emil das 2. Wundbett astrein. War noch Decke und ein Knochensplitter da. Die letzten paar Meter bis zum Ende waren dann wieder so la la....

Wäre heute Prüfung gewesen, wir wären am Start schon gescheitert..... Meine armen Nerven....

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3

Art der Fährte: SW-FS

Länge: 1400m

Standzeit: 22h

Fährtenverlauf: Geschlängelt mit 2 Haken

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Nadelstreu, Seegras, Beerkraut. Altholz mit Unterstand

Umwelt und Wetter: Ruhiges Umfeld, schwülwarm, sehr trocken

Verleitung: mittel-hoch. Abspringendes Reh, Rehwild generell

Thema: VP-gerechte Übungsfährte mit 250ml Schweiß, verteilt auf den ersten 500 und letzten 100m der Fährte, 2 Wundbetten, 2 Haken

 

Die Fährte vom Vortag war je nicht gerade erheiternd..... Entsprechend skeptisch ging ich die nächste Fährte an und wurde eines besseren belehrt.

Vorsuche: Emil hat den Anschuss perfekt verwiesen. Riemenarbeit: Er nahm die Fährte zügig mit gutem Tempo auf. Im Bereich des ersten Haken kämpfte er mit einer nur für ihn "sicht"baren Verleitung, nahm seine Fährte aber rasch wieder auf. Das auf der Fährte abspringende Reh sah ernicht, zeigte diese massive Verleitung aber auch nur ganz kurz an und lies sie dann links liegen.

Schöne Eigenkorrektur, gut lesbar, hat Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten.

Wir werden bei den nächsten Fährten verstärkt Winkelarbeit machen denn da muss er sicherer werden, der kleine BGS

Verhalten am Stück: Emil schneidet nicht an. Verhalten gegenüber Fremden: Verteidigungsbereitschaft ist da und müsste noch geformt werden, wenn man das möchte. Weiß ich noch nicht....

Schicken mit Schuss für den Wesenstest: Keine Reaktion vom Emil, passt also. Schauen wir, wie die nächsten Fährten so laufen...

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4

Art der Fährte: FS-SW

Länge: 1400m

Verlauf: Winkel

Untergrund und Bewuchs: Nadelstreu, Laubstreu, Schotter, Altholz

Umwelt und Wetter: Ruhiges Umfeld. Kein Regen aber sehr dämpfig durch den Dauerregen der letzten 24h

Verleitung: Rehwild, Fuchs

Thema: Winkel

Verweiser: 6x Futterdöschen plus Schwartenfetzen

 

Keine gute Arbeit heute. Sehr verleitungsanfällig, wollte von Beginn an nicht suchen. 'Viel hohe Nase und die Umgebung scannend unterwegs. Fährte schlecht gelegt, teilweise die Winkel unzureichend bis gar nicht markiert. Emil hat schlecht verwiesen, nur zwei von 5 Verweiser sauber angezeigt. Eine Dose haben wir gar nicht gefunden, waren aber laut Markierung an der Stelle. Ohne die Markierungen die ICH teilweise per Zufall sah, wären wir sonstwo gelandet....

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5

Art der Fährte: FS-SW, 125ml Schweiß, passende Schalen und passendes Stück am Ende

Länge: 700m

Standzeit: 20h

Verlauf: Schmales "U" 

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Seegras, Totholz. Überwiegend Buchen-Altholz mit etwas Unterstand, Stangenholz

Umwelt und Wetter: Ablenkung durch Autos auf der Forststrasse, Spaziergänger und vereinzelte Schüsse von Teilnehmern des Übungstages die schon beim Üben von Ablegen mit Schussruhe waren

Verleitung: Rehwild, Sauen

Thema: Übungstag im Zug der Hundeführerschulung: Fremdfährte, fremdes Gelände. Anderer Ablauf als gewohnt.

Verweiser: 1 Wundbett, immer mal wieder Schweiß

 

Im Anschussviereck hat Emil die Arbeit sofort aufgenommen, den Anschuss gefunden und sauber verwiesen. Konzentrierte Arbeit mit tiefer Nase, Haken I korrekt gearbeitet. Auf der Fährte eine Stelle verwiesen wo ich nichts mehr fand. Haken II korrekt gearbeitet, Wundbett verwiesen. Immer wieder schöne Eigenkorrektur, zu keiner Zeit mehr als 10m von der Fährte weg. Zum Stück gefunden, mächtig gefreut und Spaß beim Beutespiel gehabt.

Verhalten am erlegten Stück ohne Beanstandung.

Verteidigung am Stück ausbaufähig. Mal schauen wie er in ein paar Wochen reagiert, er ist ja mit 9,5 Monaten noch sehr jung

Leinenführigkeit schön, Ablegen mit Schussruhe perfekt.

Gute Arbeit von Emil

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6

Art der Fährte: SW-FS

Länge: 700m

Standzeit: 22h

Verlauf: Halbkreis

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Grasweg. Altholz mit Unterwuchs

Umwelt und Wetter: Frühlingshaft mild, sehr ruhig

Thema: 1. Fährte ohne Begleitung

Verleitung: Reh, Fuchs, Sau

Verweiser: 2 Wundbetten

 

Es hätte unsere erste unbegleitete Fährte werden sollen aber daraus wurde mal rein gar nichts. Den Anschuss hat Emil zwar verqwiesen, ich merkte aber da schon das der Bursche alles hat, nur keine Lust. Am Anschuss war dann auch gleich Endstation denn Emil tat alles, nur arbeiten, eine Kunstfährte arbeiten, das tat er garantiert nicht. Aus der unbegleiteten wurde dann eine begleitete Fährte die Emil viel mehr schlecht als recht "gearbeitet" hat. Es waren von ca 700m Fährte vieleicht 20 sauber gearbeitete Meter. Und dier noch nicht mal zusammen hängend. Abhaken, Schwamm drüber und ja keine größreren Gedanken machen. Aber wir werden ein wenig pausieren. Wie lange? Kommt drauf an wie lang der Bube braucht bis er sich wieder fängt...

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7

Art der Fährte: FS-Damwild

Länge: Ca 500m

Standzeit: 20h

Verlauf: "U"

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Beerkraut, Altholz, Gras

Umwelt und Wetter: Kühl, windig, Nachts Regen. Optimale Bedingungen

Thema: Motivation-Motivation-Motivation

Verleitung: Starke Rehwechsel, Fuchs

Verweiser: Deckenfetzen der Damwildläufe

 

Nachdem Emils vorherige Fährtenarbeit (Welche ARBEIT; bitteschön?????) einfach nur zum davon laufen war machten wir eine kleine Pause und zum Wiedereinstieg eine kurze Fährte mit vielen Verweiserpunkten. 

Emil hat den Anschuss gefunden und verwiesen, nach wirklich sehr kurzer Orientierungsphase mit tiefer Nase freudig und begeistert los marschiert. Alle noch vorhandenen Verweiser zuverlässig angezeigt, er war nie weiter als 2m von der Fährte weg. Wir bleiben dran...

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8

Art der Fährte: FS-RW

Länge: 800m

Standzeit: 18h

Verlauf: Siehe Bild

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Moos, Schotter, Gras. Beerkraut, Kiefernaltholz mit wenig Unterstand

Umwelt und Wetter: Verkehrslärm und visuelle Reize durch die nahe gelegene A9. Schwül-warm, hohe Luftfeuchte

Verleitung: 1 Reh nahe der Fährte, Rehwechsel, RW-Losung, Sauen

Verweiser: Viele Wundbetten mit Schweis und Deckenfetzen

Thema: Fremdfährte im Rotwildrevier.

 

Den Anschuss über die Vorsuche sehr schön gefunden und verwiesen. Nach kurzem Bögeln die Fährte angenommen und sofort willig gearbeitet. Alle Verweider bis auf einen sauber angezeigt, Sich nur ganz kurz von der Witterung eines abspringenden Rehs beeindrucken lassen, gugte Arbeit von Emil. Im Anschluss noch kurz Verteidigung am Stück angetestet. Wir bleiben dran.....

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9

Art der Fährte: SW-FS

Länge: 700m

Standzeit: 20h

Fährtenverlauf: Rechteck

Untergrund und Bewuchs: Laubstreu, Nadelstreu, Moos, Gras, Schotter, Brombeeren. Altholz, Stangenholz, Eichenaufwuchs

Umwelt und Wetter: ruhige Umwelt. Trocken beim legen der Fährte am Vortag gegen 16.00. Einsetzender Dauerregen am späten Abend. Regen auch noch beim Arbeiten der Fährte gegen 12.30, dazu sehr schwül

Verleitung: Abspringende Rehe beim Auslegen vom Ende der Fährte, generell viel Rehwild, Hasen, Füchse

Thema: Fährte mit hoher Verleitung, Winkelfährte, Bewuchs- und Untergrundwechsel

Verweißer: 8 Wundbetten mit Schwartenfetzen

 

Es ist IMMER ein "Alarmzeichen" wenn Emil die Vorsuche schon nicht so richtig angehen mag. Dummerweise sprangen beim Ausbringen vom Ende der Fährte 3 Rehe ab und flüchteten genau in den Anfangsbereich der Fährte. Emil muss noch Witterung bekommen haben denn anstatt schön brav vorzusuchen, stierte und starrte er voll gespannter Erwartung in den Wald und bewegte sich keinen Meter irgendwo hin.... Sehr fahrig verwies er dann doch irgendwann den Anschuss. Normalerweise tut er das erfreut wedelnd. Da er aber eigentlich lieber andere Dinge tun wollte, hielt er sich nur sehr kurz am Anschuss auf. Belohnung für´s verweisen nahm er zwar an aber in irgend einer Art und Weise belohnt schien er sich nicht gefühlt zu haben...

Ich fass mich kurz. Emil´s Suchverhalten war grottenschlecht. Völlig unkonzentriert, unmotiviert eine Kunstfährte zu arbeiten rauschte er kreuz und quer über die Fährte, was im Bild sehr klar zu erkennen ist....Ich habe ihn oft ablegen lassen, danach ging er für maximal 10m recht ordentlich, dann ging die Nase wieder hoch und er hatte ganz andere Pläne über die Gestaltung unseres kleinen Ausflugs. Er zeigte kaum, eigentlich eher keine Eigenkorrektur und wäre weiß der Teufel wohin mit mir gelaufen. Die paar wenigen Meter die er am Stück vernünftig gearbeitet hat war er gut lesbar. Den Rest der Zeit eigentlich auch da er da ja nur mit hoher Nase völlig wirr durch den Wald sauste und somit eigentlich auch wieder klar war das da irgendwas ganz und gar nicht stimmte. Zum Ende kamen wir nur mit Hilfe der Markierungen die ich -zum Glück- enger gesetzt hatte als ich eigentlich wollte. Das Garmin war keine große Hilfe. Gegen Ende der Fährte zeigt sich auf dem Bild eine ziemlich große Schlaufe. Das ist eine gewaltige Messtolerenz denn da kam ein Stück zwischen 2 Wundbetten, das hat Emil EXAKT gearbeitet und auch die Wundbetten verwiesen. Laut Garmin waren wir aber knapp 100m abweichend unterwegs.... 

Ich bin mir unsicher wie ich hätte reagieren sollen. Noch öfter abliegen lassen? Schon am Anschuss abbrechen? 

Wir üben weiter....

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