Meine Nachsuchenhündin Eywa wird nun bald 9 Jahre alt und auch wenn man das so gar nicht wahrhaben will: Es ist an der Zeit, sich für oder gegen einen Nachfolger zu entscheiden. Da die Arbeit auf der roten Fährte im Lauf der Jahre (m)eine Leidenschaft meines Mannes und mir wurde, fiel die Entscheidung FÜR einen Nachfolger nicht all zu schwer. Auch die Rasse stand schnell fest, wenn schon ein Neustart, dann mit der oder einer der am besten dafür geeigneten Rasse. 2018 wurde ich Mitglied im KBGS, bekam ein traumhaftes Geburtstagsgeschenk in Form einer Patenschaft und somit konnte die Züchtersuche beginnen. Klar war aber, solange mein altes Bübchen Csillag lebt, wird es keinen weiteren Hund im Haus geben. Im Juli 2018 mussten wir Csillag gehen lassen und im Herbst/Winter zog Emil bei uns ein. Ich hoffe, wir erweisen uns seiner als würdig, sind aber guter Dinge das alles gut geht und wir später einmal viele spannende Abenteuer zusammen erleben können.

 

Inzwischen ist "der Kleine" schon 6 Monate alt und hat zum ersten (und letzten) mal erlebt wie es ist wenn eine Hündin im Haus läufig ist.... Die Ausbildung geht ihren Gang und Emil arbeitet altersgemäß mal besser und mal schlechter. Jetzt, wo der Winter wohl langsam wirklich ausklingt, wird Emils Ausbildung konkretere Formen annehmen. Neu dazu kommt Leinenführigkeit, Ablegen mit Schuss, die Vorsuche wird auf die erforderte Fläche ausgedehnt und trotzdem, trotzdem darf er auch noch ein Weilchen Kind bleiben und sein. "Gut Ding will Weile haben" ein altes, sehr weises Sprichwort...

 

8 Monate alt, die Pupertät kommt. Emil wird mehr und mehr zum Rüden. Das Bein wird nun dauerhaft zum Pinkeln gehoben und er beginnt damit zu markieren. Fremde Rüden werdsen schon mal angeblafft wenn sie ihm zuviel Aufmerksamkeit widmen. Auf die holde Weiblichkeit gewinnt an Attraktivität. Alles in allem ist Emil aber immer noch sehr gut zu regeln. Er ist ein grooooßer Schmuser der es liebt sie am Abend zu mir auf den Schaukelstuhl zu kuscheln und tief und fest zu schlafen. Die Fährtenarbeit wird immer besser. Jedoch merkt man die Pupertät gewaltig. Manchmal arbeitet er richtig gut, die nächste Fährte wieder so, als hätte er noch davon gehört was er zu tun hat. Spannend und manchmal echt anstrengend. Sein Interesse an Wild ist immens hoch. Das wird noch aufregend werden.....

doch nicht nur Fährtenarbeit wird geübt. Ablegen mit Schuss, Leinenführigkeit, Schussfestigkeit im Feld und ein klitze klein wenig Grundgehorsam stehen auf Emil´s Stundenplan. So wie die Zeit rast ist "der Tag der Wahrheit" schneller da als einem lieb sein kann und zumindest will ich versuchen, bis dahin mit Emil so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Ob´s klappt, ob´s gereicht hat, das wird sich dann zeigen....

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Gestatten? Mein Name ist Emil. Jaaaa, richtig. Ich bin ein BGS. Ein noch ganz kleiner BGS. Ich will mal ein großer BGS werden und meine neuen Leute beim Jagen unterstützen. Wird schon werden....