Juni 2015

 

59

Auch Eywa macht ab und an noch Kunstfährten. Da sie aber nicht mehr in der Ausbildung sondern im Praxiseinsatz steht, werde ich nicht mehr regelmäßig wöchentliche Eintragungen im Fährtentagebuch vornehmen. Eywa ist eine verlässliche Bank und viel muss man nicht mehr an ihr "tüfteln"

 

Eywas heutige Fährtenaufgabe bestand darin, erst die Fährte von Bille die wir 20m vorher abgesucht haben zu arbeiten und angeschlossen noch einmal etwa 300m jungfräuliche Fährte. Hat sie gut gemacht und auch von Billes kleinen Ausreissern als sie ihre Fährte arbeitete nicht beeindrucken lassen...

 

Bille lief wie immer frei mit. Heute kümmerte sich Bille nicht um Eywa doch es gibt Fährten, da hängt sie wie ein Bremsklotz im Riemen oder im Geschirr von Eywa. Eywa stört sich nicht dran und schleppt die kleine Zecke halt notfalls mit... Da Bille einmal Eywa`s Hatzunterstützung werden soll, müssen sich beide an ein Miteinander auf der Fährte gewöhnen, wenn auch Bille später nicht frei mitlaufen, sondern ebenfalls im Geschirr beigeführt wird. Ich bin gespannt, wie wir es regeln, wenn beide Damen am Wild sind. Ich möchte nicht, das sie sich wegen einem Reh oder einer Sau die Köpfe einschlagen und sich dann, blöd wie es kommen kann, nicht mehr leiden mögen. Das wäre uncool...

 

 

 

16.07.14

58

Länge: ca 1000m

Standzeit: ca 20h

Bewuchs. Überwiegend Altholz mit Laubstreu, etwas Moos, Totholz

Witterung: sehr warm

Wildvorkommen: mäßig -gehäuft

Thema: verweisen 

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Da es nach längerer Trockenzeit und kühleren Temperaturen geregnet hatte und warm wurde, bestanden gut Chancen, das in den "Pilzgärten" nun endlich auch Pilze zu finden wären. Entsprechend unkonventionell war der Fährtenverlauf.

 

Leider gab es absolut keine Steinpilze o.ä zu finden. Eywa hat die Fährte gut gearbeitet und 2 von 3 Vereisern, wenige Haare-an Äste gehängt oder in Baumstümpfe geklemmt, gut verwiesen

 

 

09.07.14

Stationstraining

2

Länge: Ca 500m

Standzeit: Ca 24h

Bewuchs: Kiefernaltholz, Beerkraut, etwas Moos

Witterung: Regen, kühl

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Verweisen von Wundbetten

Art der Fährte. Fährtenschuh, Muffelwild

 

Verweisen stand auf der Agenda. 8 Wundbetten auf 500m. Eywa hat gut gearbeitet und alle Wundbetten verwiesen.

 

 

25.06.14

Stationstraining

1

Länge: Ca 1300m

Standzeit: 24h

Bewuchs: Überwiegend Altholz, Laubstreu, grasige Rückegassen

Witterung: trocken, kühl

Wildvorkommen: mäßig

Thema: 1. Teil: Aufarbeiten der frisch gearbeiteten Fährte eines anderen Gespannes, verweisen von Wundbetten, Übergang von Teil 1 zu Teil 2. 2. Teil: schlaufenförmige Wiedergänge

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Teil 1 hätte besser sein können. Eywa recht unkonzentriert und viel mit hoher Nase unterwegs. Die Wundbetten hat sie teils verwiesen, teils ignoriert, teils parallel daran vorbei gesucht. Den Übergang von Teil 1 zu Teil 2 hat sie gut gemacht.

 

Teil 2 der Fährte war sehr gut. Im ersten Wiedergang brauchte sie einen Moment sich raus zu finden, die folgenden waren kein Problem mehr.

 

 

08.06.14

57

Länge: 1500+

Standzeit: 46h

Bewuchs: "Von licht nach dicht" Sturmflächen, sumpfige Stellen, Gras, Altholz, Eschen- und Fichtenanflug, Laubstreu, Waldwege, Moos, Nadelstreu

Witterung: sehr heiß, 30° und sehr, sehr trocken

Wildvorkommen: sehr massiv! Beim Arbeiten der Fährte 2 Rotalttiere mit und ohne Kalb, 1 Spießer auf der Fährte

Thema: VFsP 40h vom deutschen Brackenverein im Thüringer Wald bei Hasenthal

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Eywa musste richtig schwer arbeiten und ackern um Erfolg zu haben.

Ständig wechselnder Bewuchs und Untergrund, sehr hohe Temperaturen schon seit mehreren Tagen, sehr viel Wildvorkommen.

 

Nein, ein Spaziergang war das heute wahrlich nicht. Auch wenn wir einen Abruf erhielten, sind wir mächtig stolz auf unsere Leistung.

 

Das FS/II haben wir uns mehr als verdient.

 

 

 

 

04.06.14

56

Länge: Ca. 1000m

Standzeit: 40h+

Bewuchs: Laubstreu, Altholz, Jungwuchs, grasige Rückegasse, Forstweg geschottert

Witterung: schwül-warm

Wildvorkommen: Gehäuft. V.a Rehwild, Raubwild

Thema: Nix spezielles

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Solide, konzentrierte und zielorientierte  Arbeit vom Schnexxli. 2 Wundbetten verwiesen. Leider Verweiser aufgefuttert...

 

Sie macht ihr Ding, ist eine richtig gute bank geworden auf die man sich verlassen kann. Hoffentlich bleibts so.

 

 

 

28.05.14

55

Länge: Ca 900m

Standzeit: Ca 40h

Bewuchs: Überwiegend Altholz. Nadel-Laubstreu, Rückegassen

Witterung: Kühl, sehr feucht

Wildvorkommen: gehäuft. Schwarzwild frisch im Fährtenbereich

Thema: Nix spezielles

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Zur Abwechslung begleitete uns die junge Brandl Bracke frei laufend. Das Toni den Anschuss vor Eywa fand und den Verweiser aufgegessen hat, quittierte Eywa in dem sie in den Anschuss pinkelte...

 

Eywa stört sich nicht an frei mit laufenden Hüpf- und Springbracken, sie macht trotzdem ihren Job. Was man merkte war, das Eywa neben der Fährte auch noch kontrollierte, von wo die Sauen kamen und wohin sie gingen. In der letzten Nacht waren Sauen auf und neben der Fährte, haben frisch gebrochen und ihre Spuren hinterlassen. Eywa hat zwei der Wundbetten verwiesen, wobei auch hier die Hüpf- und Springbracke schneller war und sich die Verweiser schnappte...

 

Den Gegenstand den der Fährtenleger irgendwann verlor, hat Eywa freudig apportiert. Wir kamen gutz um Stück und Eywa hat den Fährtenschuh fleißig verbellt.

 

 

27.05.14

54

Länge: 1300m

Standzeit: 46h

Bewuchs: Pappelplantage Jungwuchs, Ackerrand (Gerste), hohe Wiesen, Treckerspur, Waldwege, Laubstreu, alter Grasweg

Witterung: Beim Legen der Fährte trocken, ab spätem Nachmittag bis in die Nacht hinein anhaltender Regen, teilweise Platz- und Starkregen. Beim Arbeiten der Fährte sehr hohe Luft- und Bodenfeuchte, windig und kühl

Wildvorkommen: gehäuft bis hoch, v.a Rehwild

Thema: Fährte mit langer Standzeit bei hohem Wildvorkommen, viele Winkel und Verleitungskreuze.

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Die letzte Fährte in diesem Revier war sehr schwierig für Eywa. Damals war es sehr trocken und Eywa hatte einige Mühe an Verleitungskreuzen.

Heute ein ganz anderes Bild: Die Fährte begann am Rand einer Pappelplantage. Pappeln üben einen starken Reiz auf Rehe aus, denn sie haben die jungen Pflänzchen zum Fressen gern. Hatte Eywa beim letzten mal dort große Probleme, so war das heute gar kein Problem. Sie lief die Fährte etwa mit 3 Metern Versatz, dem Wind entsprechend. Es folgte ein rechter, 50 Meter darauf ein linker Winkel. Beide Winkel sauber gearbeitet. Die Fährte ging entlang am Rand eines Gerstenfeldes. Es folgte ein Winkel nach rechts, 20 Meter darauf ein Winkel nach links, erneut in eine Pappelplantage. In dieser Plantage querte sichtig für uns ein Hase die Fährte. Frischeste Verleitung, besser gehts nicht. Eywa hat den Hasen kurz angezeigt, sich jedoch weiter um ihren Arbeitsauftrag gekümmert. Die Fährte ging über eine hohe Wiese und im rechten Winkel in den Bestand hinein. Das Ende der Fährte lag in einem alten Grasweg.

 

Ich bin sehr zufrieden mit der Maus

 

 

24.05.14

53

Länge: 400m

Standzeit: ca. 48h

Bewuchs: Wurmfarn, Jungwuchs, Laubstreu

Witterung: feucht-warm, Nachts kühl-kalt

Wildvorkommen: gehäuft-hoch, v.a Rehwild

Thema: Schaufährte anlässig eines Schweißseminars von Anke Lehne im Kanton Bern, Schweiz

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Eywa hat den Anschuss gut untersucht, zog bestimmt aber konzentriert auf der Fährte an. Den Winkel hat sie sauber gearbeitet, das Wundbett leider nicht verwiesen. Die uns folgenden Seminarteilnehmer störten Eywa nicht.

 

Anmerkung: Verweisen dringend üben!

 

 

 

18.05.14

52

Länge: 1100 Meter

Standzeit: 40h

Bewuchs: Überwiegend Kiefer-Fichten-Stangenholz, Rückegassen, etwas Brombeere

Witterung: schwül-warm. Viel Regen zwischen legen und arbeiten der Fährte

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Verleitungen, Winkel auf Wechseln

Art der Fährte: Rotwild, Fährtenschuh

 

Im Großen und Ganzen war ich zufrieden.Am Anschuss direkt tat sie sich schwer, warum auch immer. Sie brauchte mehrere Minuten, um sich für eine Richtung zu entscheiden. Wundbett 1 und 2 hat sie sauber verwiesen, Wundbett 3 und 4 um einige Meter verpasst. Nummer 5 wieder sauber gezeigt. Einmal wollte sie abkürzen, hatte wohl Wind vom Stück und wollte queerbeet auf direktem Weg dorthin, anstatt sich an der Fährte zu orientieren.

 

Einen Hasen, der auf der Fährte vor ihr hoch wurde, hat sie kurz hinter her gewittert aber nicht weiter beachtet

 



14.05.14

51

Länge: 1200m

Standzeit: 40h

Bewuchs: Kiefernaltholz mit Beer- und Heidekraut, etwas Dickung, Reitweg, Gras

Witterung: Sehr feucht, sonnig-bewölkt, kein Wind

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Fährte in neuem Revier, hohe Standzeit

Art der Fährte: Damwild, Fährtenschuh

 

Gleich zu beginn hat Eywa einen kleinen Bogen geschlagen und kam etwa 15-20 Meter von der Fährte ab. Ohne einwirken zu müssen/können ging sie selbstständig zur Fährte zurück. Insgesamt eine sehr gute Arbeit.

 


07.05.14

50

Länge: 1100m

Standzeit: 20 Stunden

Bewuchs: Altholz, Waldwege, Rückegassen

Witterung: Nass-warm-windig

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Nix spezielles

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Gibt nicht viel zu sagen. Nach der zwar guten, für mich nichts desto trotz frustrierend endenden Nachsuche vom Montag zeigte Eywa heute völlig unbeeindruckt eine gute Arbeit. Konzentriert, motiviert und willig fand sie zum Ende.

 


30.04.14

49

Länge: 1700m

Standzeit: 40h+

Bewuchs: Moos, Laubstreu, Rückegassen, Forstweg, Grasweg

Witterung: Sehr feucht, mild

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: lange Fährte mit hoher Standzeit

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Zu Beginn etwas fahrig, nach 100 Metern konzentrierte und souveräne Arbeit.

 


26.04.14

48

Länge: 1500m

Standzeit: 50h

Bewuchs: Beerkraut, Buchen/Eichenstreu, Schotterweg, Waldweg, Altholz, Jungwuchs, Moos

Witterung: Boden staubtrocken, hohe Luftfeuchtigkeit, schwül-warm

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft. V.a Rehwild

Thema: Fährte mit langer Standzeit

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Eywa begann die Fährte zügig aber konzentriert. Den ersten Schwerpunkt, zwei Haken kurz aufeinander hat sie gut gearbeitet und kam sicher und souverän ans erste Wundbett. Den Übergang über den geschotterten Forstweg auf einen trockenen und ausgefahrenen Waldweg nahm sie gut an. Die Fährte wurde im weiteren Verlauf schlangenlinienförmig über den Waldweg gelegt um immer wieder Geländeübergange zu haben. Der erste Teil war gut, dann kamen 200m die sehr schwer waren. Nach dem Legen der Fährte kamen Selbstwerber und wuselten 2 Tage quer über der Fährte. Leider wusste ich nicht mehr so 100% genau wo die Fährte lang ging. Meine Markierungen wo ich vom Waldweg runter in den Bestand bin, waren durch die Holzarbeiten samt und sonders verschwunden. Markantes Totholz das beim Legen der Fährte half, sich den Fährtenverlauf zu merken war nicht mehr da, frische Sägespuren, Treckerspuren fanden sich statt dessen. Irgendwie hat Eywa sich da durch gerettet und den Abgang zum zweiten Knackpunkt gut gearbeitet. Der Abgang ist ein Pirschweg zu einer alten Kanzel. Eigentlich sind es zwei Pirschwege, die sich etwa 40 Meter vor der Kanzel y-förmig zu einem vereinen. Die Fährte wurde bis zur Kanzel auf einem Arm des auf dem Kopf stehenden Pirschweg-Y getreten. Dort war ein Wundbett. Vom Wundbett aus ging es wieder zurück bis zu dem Punkt wo sich der Pirschweg in zwei Arme teilte. Für den Rückwechsel wählte ich den anderen Arm des Y. Das hat Eywa gut gelöst. Nicht perfekt, aber gut.

 

Die Fährte folgte parallel zu einem Waldweg im Bestand durch teils hüfthohes Beerkraut. An einer uralten Salzlecke überfiel die Fährte den Weg und ging wieder im Bestand und parallel zum Weg, immer gerade aus. Das dritte Wundbett haben wir überlaufen. Eywa kam nun an ihre Konzentrationsgrenze doch mit Aufmunterung schaffte sie die letzten 100 Meter noch zum Stück.

 




23.04.14

47

Länge: 1400m

Standzeit: 24h

Bewuchs: Immergrün, Ahornanflug, Laubstreu, Totholz, Brombeeren, Rückegassen

Witterung: hohe Luftfeuchtigkeit, recht warm

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Fremdfährte mit unbekanntem Verlauf

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Für Eywa gab es eine Fährte, getreten von einer ihr unbekannten Person. Gelegt wurde die Fährte unter anderem in einem Bereich, in dem am Tag zuvor Hundearbeit statt fand. Eywa`s Arbeit war okay. Mir gefällt derzeit ihr Suchenstil nicht so ganz. Sie hat schon mal ruhiger gesucht. Sie ist zwar sehr bemüht ihre Fährte zu halten und ggf wieder zu finden, doch macht sie das hektischer als ich das von ihr kenne.

 

Oder bilde ich mir das nur ein? "Jammern" auf hohem Niveau????

 

Wir kamen zum Stück und laut Garmin war Eywa nie weiter als 10 Meter von der Fährte weg. Nur zum Schluss, auf den letzten paar Metern kam sie ab und musste zurück beordert werden. 

 



16.04.14

46

Länge: 1100m

Standzeit 24h

Bewuchs: Graswege, Schotterwege, Laubstreu, Holzernteflächen

Witterung: Kalt

Wildvorkommen: mäßig bis gehäuft

Thema: Kein bestimmtes

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild, Rehschweiß in den Wundbetten

 

Zwichendurch gibts auch Fährten die nur eine Nacht Standzeit haben. Besonderheit heute: 3 Teilstücke der Fährte wurden unmittelbar vorher von 3 anderen Hunden gearbeitet. Man konnte ganz gut sehen ob Eywa die Fährte oder die Spuren der jeweiligen zuvor arbeitenden Hunde annahm. 

 

Ein paar der Wundbetten hat Eywa verwiesen. Prinzipiell war die Arbeit okay und wir kamen zum Stück, ganz zufrieden war ich trotzdem nicht mit dem Schnexxli... 

 

 


08.04.14

45

Länge: 1200m

Standzeit: 48h

Bewuchs: 5% Wald mit Laubstreu, 85% Feld/Waldkanten, 10% Wiesen und Brachen

Witterung: Beim Legen knochentrocken und warm. In der Nacht von 7. auf  8.4 Regen. Beim Arbeiten sehr windig mit Schauern.

Wildvorkommen: massiv Rehwild

Thema: Lange Fährte mit hoher Standzeit unter starker Verleitung durch Rehwild zu und auf den Äsungsflächen

Art der Fährte: Rotwild, Fährtenschuh

 

Ein "Spaziergang" war das heute bei Leibe nicht... 

 

Die Fährte begann an einem Zwangswechsel, überquerte einen Waldweg, ging entlang an einer Wald/Wiesenkante. Auf und von dieser Wiese führten massiv Wechsel von Rehwild. Weiter ging die Fährte auf eine frisch gepflanzte, nicht gezäunte Sonderkultur mit Papeln. Auch dort ist sehr viel Verkehr von Rehwild. Es folgte ein Stück Buchenaltholz mit großer Anzahl Fege- und Plätzstellen bevor die Fährte erneut über eine Papelkultur und dann quer durch eine Brache ging und dort endete.

 

Eywa tat sich schwer mit dieser Fährte und ob wir so ganz ohne Hilfe angekommen wären wage ich zu bezweifeln...

 

Eywa begann wie immer sehr ruhig. Den Zwangswechsel arbeitete sie wie eh und je, mit tiefer Nase und ruhigem Tempo. Doch dann gings an die "Brennpunkte". Entlang am Waldrand mit vielen Wechseln, vorbei an Luzerneflächen mit noch mehr Wechseln, über eine Wiese, entlang von Raps.

 

Eywa bekam Probleme, wurde unsicher, hektisch, fast schon verzweifelt und schoss wie ein aufgeregtes Huhn kreuz und quer. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich hätte sie hier ablegen und Pause machen sollen, habs aber nicht getan. Fehler Nummer 1... 

Fehler Nummer 2: Irgendwann hab ich Eywa mal angeschnautzt. Ich sollte eigentlich wissen das man eine Eywa besser nicht anschnautzt weil sie das nur noch mehr aus dem Konzept bringt...

Egal, es ist nicht mehr zu ändern und wir haben uns trotzdem, mit kleiner Hilfe, über diesen einen Punkt gekämpft. Es gab noch 2-3 solcher Knoten die zu lösen nicht einfach waren und eins ist sicher: Das war beileibe nicht die letzte Fährte in diesem Revier. Sooooo viel Wild, damit muss ein Hund erst mal fertig werden...

 


05.04.14

44

Länge: Ca 2900 Meter

Standzeit: 48h

Bewuchs: "Von licht bis dicht", Laubstreu, Moos, Graswege, Schotterwege, Rückegassen mit Totholz, Altgras

Witterung: Warm, sehr trocken

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Lange Fährte mit hoher Standzeit

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Eywa hat eine ordentliche Fährtenarbeit gezeigt.  Weder die hohe Standzeit, noch die Länge der Fährte oder die schweren Bedingungen durch die anhaltende Trockenheit bereiteten ihr Probleme. In einem Bereich der Fährte wurden Wiedergänge angelegt, Eywa hat den Abgang daraus schnell und problemlos gefunden. Von 5 Wundbetten hat sie zwei verwiesen.

 


26.03.14

43a

Länge: Ca 600 Meter

Standzeit: 40h+

Bewuchs: Altholz, Immergrün, Forstwege

Witterung: Trocken, sonnig, Nachts leichter Frost

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Arbeiten unter starker Verleitung. Am Wochenende hat in dem Gelände ein 2-tägiges Schweiß- Fährtenseminar mit einigen Hunden stattgefunden

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa hat trotz der zahlreichen Verleitungen gut gearbeitet und auch die Verweiserstellen der Seminarteilnehmer vom WoE verwiesen. 

 

 

43b

Länge: 1000 Meter

Standzeit: 20h

Bewuchs: Altholz, Totholz, Steilhang rauf und runter, Bachüberquerung, Klinge durchquert

Witterung: siehe 43a

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft. Rehwild, etwas Schwarzwild, einige starke Wechsel gekreuzt, Liegestellen gefunden usw

Thema: Arbeiten im schweren Gelände

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Das Eywa zwei Fährten arbeitet war nicht geplant. Da aber ein Gespann ausfiel, durfte Eywa arbeiten. Das Gelände war anspruchsvoll. Steilhang rauf, Steilhang runter, über einen Bach, durch eine Klinge. 3 von 5 Verweisern hat Eywa angezeigt.

Es macht einfach nur Spaß mit der Kleinen zu arbeiten.

 

19.03.14

42

Länge: Ca 1500m

Standzeit 40h+

Bewuchs: Rückegassen mit Altgras, Altholz mit Laubstreu, Verjüngungsflächen mit Brombeeren und Totholz

Witterung: Beim Arbeiten der Fährte etwas windig, mild, Boden sehr trocken

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Nix Besonderes

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s Arbeit war von Anfang bis Ende souverän und sicher. Sie hat 4 Wundbetten verwiesen. An zwei kniffeligen Stellen mit hoher Wildfrequenz musste sie einen Moment basteln um weiter zu kommen. Tat dies aber selbstständig und ohne Korrektur.

 


11.03.14

41

Länge: 1400m

Standzeit: 40h+

Bewuchs: Grüne Rückgegassen, Altholz mit viel Laubstreu, etwas Naturverjüngung

Witterung. Sehr mild, sonnig, trocken

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft. Rehwild, Raubwild, Schwarzwild

Thema: lange Distanz, lange Standzeit, Zeitversatz durch kreuzen der Fährte, arbeiten unter Ablenkung in gut von Gassi- und Spaziergänger frequentiertem Bereich

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s heutige Arbeit ist schnell beschrieben. Sauber-Solide-Sicher.

 

Braaaaves Schnexxli

 


05.03.14

40

Länge: 1100m

Standzeit: 40h+

Bewuchs: Wiese mit Altgras, Rückegassen, "von licht zu dicht", Forstweg

Witterung: tagsüber sehr mild, Nachts leichter Frost. Beim Arbeiten sehr mild und sonnig

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft. Rehwild, Raubwild

Thema: Lange Standzeit, Ablenkung durch frei laufenden Junghund

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rotwild

 

Der Beginn von Eywa`s Arbeit war holprig. Gleich nach dem Anschuss hatte sie ein wenig Mühe die Fährte vorwärts zu bringen. Doch sie hat es ohne unsere Einwirkung geschafft den richtigen Abgang zu finden. Die Fährte verlief dann exakt auf einem großen Dachswechsel, Rückegassen entlang, durch eine Dickung, entlang eines sehr stark von Fremdhunden frequentierten Forstweg.

 

Im Großen und Ganzen eine gute Arbeit, wobei sie einmal recht deutlich von der Fährte abwich. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht doch noch bevor ich Eywa korregieren konnte bzw wollte, drehte sie von selbst um und suchte sich den richtigen Abgang.

 


02.03.14

39

Länge: 900m

Standzeit 24h

Bewuchs: Rückegasse mit Altgras, Forstweg, Dickung 

Witterung: Mild, trocken

Wildvorkommen: gehäuft. Überwiegend Rehwild, etwas Schwarzwild und Fuchs

Thema: Arbeiten unter Ablenkung durch frei laufenden Junghund, ein Teil der Fährte wurde unmittelbar vor Eywa`s Einsatz von einem anderen Hund gearbeitet

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Ich bin mit der Arbeit von Eywa zufrieden. Sie hat sich nicht vom umherhüpfenden Junghund beeindrucken lassen der sie zum Spielen animieren wollte. Verleitungen hat sie angezeigt, sich aber nie länger als eine 3/4 Riemenlange dafür interessiert. 2 von 4 Verweißerbrocken hat sie gefunden. In dem Dickungskomplex folgte ich über die meiste Zeit der Richtung in die sich der Riemen bewegte. Sichtkontakt zum Hund bestand kaum, obwohl Eywa nicht mal die Hälfte an Riemenlänge zur Verfügung hatte.

 

Ich kann an Eywa`s Suchverhalten keinen Unterschied erkennen ob die Fährte 20 oder 40 Stunden alt ist.

 

18.02.14

38

Länge: 950m

Standzeit: 40+

Bewuchs: Altholz, Rückegassen mt Gras

Witterung: Nachts leichter Frost, tagsüber mit pus 10° für Februar zu mild.

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Fährten mit langer Standzeit, arbeiten unter Verleitungen (starke Wechsel, Fuchspässe, Sauen)

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa ist in der Standhitze....

Der Anfang der Fährte war etwas "lala", doch 90% hat sie sauber gearbeitet. Verleitungen waren etwas interessanter als normal.

 

Wie sagt der Franke? "Basst scho"

 


09.02.14

37

Sandzeit: 48h

Länge 900m

Bewuchs: Altholz Mischwald, Graswege

Witterung: Zwischen dem Legen und Arbeiten der Fährte viel Regen, sehr mild und windig

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Arbeiten langer Standzeiten plus Ablenkung durch frei mit laufenden Junghund

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa hat gut gearbeitet. Etwas mehr pendelnd als üblich, jedoch nie korrekturbenötigend. Sie hat so gearbeitet wie sie immer arbeitet wenn sie in der Hitze ist...

 

29.01.14

36

Länge: Etwa 700 Meter

Standzeit: 45h

Bewuchs: Altholz, Rückegassen, moosiger Boden

Witterung: Beim Legen Schneefall, beim Arbeiten trocken, windig, leichter Frost

Wildvorkommen: mäßig bis gehäuft. Viele Füchse da Luderplatz in der Nähe

Thema: Fährten mit hoher Standzeit

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s Arbeit war mehr als zufriedenstellend. Von 6 ausgelegten Verweiserdosen, hat sie 4 gefunden. Die anderen beiden fielen sehr wahrscheinlich Füchsen zum Opfer. Sie schien trotz der nicht gerade einfachen Witterungsumstände kein Problem mit dem Halten der Fährte zu haben. Hat uns gut gefallen.

 

 

15.01.14

35

1. Kunstfährte nach der Drückjagdsaison

 

Länge: 1500m

Standzeit: 20h

Bewuchs: alte Rückegassen, Laubstreu, Moos, geschotterter Forstweg, Altholz

Witterung: Mild, trocken

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft, mehr Reh- als Schwarzwild

Thema: Wiedereinstieg in die Kunstfährtensaison

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Man war gespannt auf den Wiedereinstieg in die Kunstfährtensaison. Eywa hatte 2013/14 doch einige Echtsuchen und das merkte man ihr an. Sie war viel mehr als sonst an Verleitungen interessiert, führte mich aber nicht in die Irre sondern korregierte sich immer nach spätestens 2 Riemenlängen selbst.

 

Bin zufrieden mit ihrer Arbeit.

 


06.11.13

34

Länge: 1700 Meter

Standzeit: 20 Stunden

Bewuchs: Laubstreu, Moos, Forstwege, Fichtenanflug, Gras, Altholz

Witterung: Regen, kühl

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Lange Fährte, erster Teil der Fährte wurde unmittelbar vor uns von einem anderen Gespann gearbeitet

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Eywa hat anständig gearbeitet. Sie hat zwei Wundbetten angezeigt.

 

Ich bin soweit zufrieden.

 


16.10.13

33

Länge: 1300 Meter

Standzeit: 20 Stunden

Bewuchs: "Von licht bis dicht", Grüne Rückegassen, Moos, Laubstreu

Witterung: Sehr feucht, kühl

Wildvorkommen: Gehäuft. Reh- und Schwarzwild

Thema: Lange Fährte. Teilstück kurz zuvor von einem anderen Gespann gearbeitet. 

Art der Fährte: Rehwild getupft

 

Eigentlich gute Arbeit von Eywa. Sie ist scheinträchtig und orientiert sich sehr viel zu mir um. Das war schon bei der letzten Kunstfährte auffällig.

 

Beklagen kann ich mich aber nicht, wir kamen ohne Probleme zum Stück.

 

 

10.10.13

32

Länge: 900 Meter

Standzeit: 40 Stunden

Bewuchs: Grüne Rückegassen, Forstweg, Fichtendickung, Brombeeren, Totholz

Witterung: Kalt, strömender Regen

Wildvorkommen: Gehäuft. Reh- und Schwarzwild

Thema: Schweres Gelände, Fährte mit langer Standzeit

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Wir kamen zum Stück. Eywa hat schon souveräner gesucht. Sie hat sich sehr viel zu mir umorientiert. Mir fehlte heute ein wenig das "Finden wollen". Da war sie schon mal wesentlich besser.

 


02.10.13

31

Länge: 1300 Meter

Standzeit: 20 Stunden

Bewuchs: Graswege, Buchenalt-mittelholz, Laubstreu, Klingen, Steilhänge, Pirschwege, Schotterwege, Verjüngungsflächen mit Brombeere, Himbeere, Tanne, Ahornjungwuchs

Witterung: nach Nachtfrost mäßig mild, trocken, sonnig, Ostwind

Wildvorkommen: In den Steilhängen mäßig, in den Verjüngungsflachen gehäuft

Thema: Lange Fährte im schweren Gelände

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Nach der äußerst belohnenden Nachsuche gestern auf das Kitz, war ich mehr als gespannt wie Eywa die "olle" Kunstfährte heute angehen würde.

 

Ich kann mich absolut nicht beschweren, wir wären auch ohne Begleitung ans Stück gekommen. In den Naturverjüngungen war sie nicht ganz so konzentriert bei ihrer Fährte, lies sich aber an ihren Arbeitsauftrag erinnern.

 

Insgesamt war sie an verleitungen deutlich mehr interessiert, bzw zeigte diese wesentlich deutlicher an als sonst.

 

Wir werden sehen was Eywa nach den nächsten Nachsuchen so zeigen wird. Im Auge werde ich das auf jedenfall behalten

 

 


25.09.13

30

Länge: Ca. 400 Meter

Standzeit: 50 Stunden

Bewuchs: Buchenaltholz, Rückegassen

Witterung: Hohe Luftfeuchtigkeit, sehr mild

Wildvorkommen: Gehäuft

Thema: Fährte mit langer Standzeit, Arbeiten unter starker Verleitung auf/neben einem stark frequentierten Wildwechsel

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa nahm die Fährte sofort willig an und arbeitete bei guten Tempo vom Anfang bis zum Stück hoch konzentriert, fleißig und genau.

 

So wie Eywa arbeitete, hätte man eher auf eine Standzeit von 20 Stunden getippt.

 

Ich bin sehr zufrieden mit dem Mädchen.

 

 

11.09.13

29

Länge: Ca 800 Meter

Standzeit: 20 Stunden

Bewuchs: Überwiegend Buchenaltholz

Witterung: Nass. mild

Wildvorkommen: gehäuft. Schwarzwild in der Nacht auf der Fährte

Thema: Arbeiten unter stärkster Ablenkung des Hundeführers durch Steinpilze

Art der Fährte: Muffelwild, Fährtenschuh

 

Ich darf mich über Eywa`s Arbeit nicht beschweren. Während die Maus ihre Fährte gearbeitet hatte, sammelten wir Steinpilze ein. Immer wieder musste Eywa hierfür abgelegt werden und warten.

 

Wir kamen zum Stück, doch hat Eywa meine Abgelenktheit dazu genutzt um ihrer seits ein wenig großzügiger als sonst links und rechts der Fährte zu suchen...

 


04.09.13

28

Länge: 800 Meter

Standzeit: 40 Stunden

Bewuchs: Überwiegend Buchen-Fichtenaltholz mit hohem Laubstreuanteil, Rückegassen

Witterung: Sehr warm und trocken

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Fährte mit hoher Standzeit und enorme Verleitungen durch Pilzesammler

Art der Fährte: Muffelwild, Fährtenschuh

 

Die erste 40 Stunden Fährte seit längerem lief ohne größere Probleme. Da es derzeit unglaubliche Massen an Steinpilzen gibt, sind auch unglaubliche Massen an Menschen im Wald unterwegs. Auf etwa 100 Meter muss ein Pilzsammler kurz vorher gewesen sein, Eywa interessierte sich sehr für seine Fährte. Sie lies sich aber problemlos an ihren eigentlichen Auftrag erinnern. Sie freute sich, wie immer, ein Loch in ihren Bauch, als sie an den Schalen und an der Futterbelohnung in Form von Pansen ankam.

 

Nebenbei konnten auch wir noch jede Menge Steinpilze ernten. Da Eywa so ein moderates Arbeitstempo hat, kann man gleich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und während dem Training gleich noch für`s Abendessen sorgen...

 

 

28.08.13

27

Standzeit: 15 Minuten

Länge: 1200 Meter

Bewuchs: Laubstreu, Fichtenanflug, Graswege

Witterung: feucht-warm

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft, hauptsächlich Rehwild

Thema: Da technischer Defekt der Fährtenschuhe, keine Fährte sondern eine Langschleppe

Art der Fährte: Federwild (Ente) geschleppt

 

Wie schon in der Einleitung geschrieben, die Fährtenschuhe wollten nicht so wie sie sollten und drum gab es für Eywa eine Langschleppe. Der erste Versuch mißlang: Eywa bekam nach 50 Metern Arbeit die Ente aus gut 150 Metern seitlichem Abstand in die Nase und nahm den kürzesten, direkten Weg....

 

Der zweite Versuch lief besser. 100% genau hat Eywa gearbeitet. Die Schleppe wurde beim Ziehen aufgezeichnet, beim Arbeiten trug Eywa den Sender um den Hals.

 

Braves Mädchen

 

21.08.13

26

Standzeit: 24 Stunden

Länge: 1500 Meter

Bewuchs: Altholz, Laubstreu, Gras, Totholz, Rückegassen

Witterung: Gut feuchter Boden, mild sonnig

Wildvorkommen: Mäßig, derzeit vermehrt Schwarzwild

Thema: Lange Fährte, Konditionsaufbau

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Eywa`s erste Fährte nach 3 Wochen Pause. Zudem ist Eywa gerade standheiß...

Etwa 6/10 der Fährte wurde direkt vorher von 2 anderen Gespannen gearbeitet.

 

Eywa hat nicht auf der Fährte der anderen Hunde gearbeitet, sondern sich schon nach der Wildwitterung orientiert. So konnten wir auch auf Greta`s Fährte noch 2 Motivationsdöschen finden.

 

Auch die "jungfräulichen" 4/10 der Fährte hat Eywa klasse gearbeitet. Ich war mehr als überrascht, kenn ich doch eigentlich eine Eywa, die in der Standhitze nicht wirklich schön zu arbeiten ist...

 

29.07.13

25

Standzeit: 40 Stunden

Länge: 1000 Meter

Bewuchs: Kiefernaltholz, Beerkraut, Reitweg

Witterung: Beim Legen der Fährte 37°, Sonntag auf Montag Regen. Beim Arbeiten der Fährte schwül-warm mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit

Wildvorkommen: mäßig. Hauptsächlich Rehwild

Thema: Lange Fährte mit hoher Standzeit

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Eywa hat am Anfang der Fährte etwas unkonzentriert gearbeitet und wir mussten vom Fährtenleger korregiert werden.

 

Im Anschluss hat sie die gesamte restliche Fährte einwandfrei und sicher gearbeitet.

 


 

 

27.07.13

24

Standzeit: 20 Stunden

Länge: Ca 700 Meter

Bewuchs: Fichtenaltholz, Graben, Gras, Buchenaltholz, Buchenstangenholz

Witterung: Sehr heiß, drückend, sehr trocken

Wildvorkommen: mäßig bis gehäuft. Rehwild, Schwarzwild, Hasen

Thema: SP/FS der deutschen Bracken in Essingen

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh. Im Anschuss Schweiss, Schweiss als Verweiser, 1 Wundbett

 

Eywa und ich traten die Prüfung als Ersatzgespann nach Nichterscheinens eines gemeldeten Gespannes völlig ungeplant an.

 

Die Bedingungen waren sehr schwer. Bedingt durch einen Reifenschaden kamen wir in der größten Mittagshitze am Prüfungsort an.

 

Eywa zeigte trotz der schweren Bedingungen eine souveräne Leistung. Sie arbeitete größtenteil exakt auf der Fährte, so das ich immer wieder mal Schweiß melden konnte. Das Wundbett hat sie einwandfrei verwiesen.

 

Wir beendeten die Prüfung nach 14 Minuten im I. Preis und dem Suchensieg.

 

Guuuutes Schneggsli

 

24.07.13

23

Standzeit: knapp 20 Stunden

Länge: Ca. 700 Meter

Bewuchs: Überwiegend Buchenaltholz, Rückegassen, Dickungsrand

Witterung: sehr schwül, gewittrisch

Wildvorkommen: mäßig bis gehäuft (Rehbrunft)

Thema: Arbeiten auf einer Fährte, die unmittelbar davor bereits von einem Gespann gearbeitet wurde plus ein jungfräuliches Stück ff.

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Man merkt wieder einmal deutlich, das Eywa in Kürze heiß wird.... Prinzipiell war ihre Arbeit gut, doch war sie immer auch mit einer halben Nase damit beschäftigt, heraus zu finden, wie denn die "Konkurenz" so aufgestellt ist. Vor Eywa arbeitete eine kastrierte Weimaranerhündin die Fährte und Eywa zeigte durch provokanntes Scharren deutlich was sie davon hielt....

 

 

 

20.07.13

22

Standzeit: Ca. 30 Stunden

Länge: Ca 800 Meter

Bewuchs: Überwiegend Buchenmittel/altholz

Witterung: Sehr heiß

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft (Rehbrunft)

Thema: Arbeiten unter erschwerten Bedingungen durch Hitze, lange Standzeit und engem Fährtenverlauf einer zweiten Fährte

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Die Fährte von Eywa und Carlchen lagen sehr eng zusammen, überschnitten sich mehrfach. Zusätzlich zur langen Standzeit und der Hitze kam als Erschwernis, das Carlchen als erster seine Fährte arbeiten durfte und somit zusätzlich zum Rehwild noch Verleitungen durch uns vorhanden waren.

 

Eywa hat gut gearbeitet und kam mit einer hitzebedingten Pause sicher zum Stück

 

 

17.07.13

21

Standzeit: etwas über 20 Stunden

Länge: 600 Meter

Bewuchs: Mischwald, Altholz

Witterung: sehr heiß

Wildvorkommen: mäßig bis gehäuft (Rehbrunft)

Thema: Arbeiten unter erschwerten Bedingungen (Hitze)

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Gibt nicht viel zu sagen. Eywa`s Arbeit war okay

 

 

10.07.13

20

Standzeit: 40 Stunden

Länge: Ca 300 Meter

Bewuchs: Mischwald mit Laub- und Nadelstreu

Witterung: sehr warm

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Fährte mit langer Standzeit

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

 

Mit Eywas heutiger Arbeit bin ich zufrieden. Prinzipiell hat sie mit der langen Standzeit kein größeres Problem.

 


03.07.13

19

Standzeit: 1,5 Stunden

Länge: Ca 300 Meter

Bewuchs: Mischwald mit Laub- und Nadelstreu

Witterung: warm

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Intelligenter Ungehorsam

Art der Fährte: Futterschleppe

 

Die Überschrift des Themas verrät es im Ansatz: Eywa soll ein wenig lernen, intelligent ungehorsam zu sein. Was verstehe ich unter intelligentem Ungehorsam? Das Nicht-befolgen eines direkten oder indirekten Befehls, wenn dieser verkehrt ist.

 

Und was soll das schon wieder bedeuten? Relativ einfach zu erklären: Wenn ich bei der Fährtenarbeit die Fährte verlasse obwohl der Hund eigentlich richtig ist, wäre es schön wenn mir der Hund durch Nicht-Be(ver)folgen meiner Richtungsänderung ganz klar mitteilen würde, das meine Entscheidung nicht richtig ist.

 

Das ist nicht einfach zu trainieren und wenn man es doch tut dann ist Erfolg nur in einem engen Rahmen möglich, doch wir versuchen es einfach mal und schauen wie weit wir kommen...

 

Für Eywa wurde eine Futterschleppe gezogen, Eywa war seeeehr hungrig und die Standzeit recht kurz. Eywa sollte richtig guten Futtertrieb haben. Auf der Fährte verlies ich selbige dann und gab Eywa am langen Riemen die Möglichkeit mit mir zu kommen oder sich anders zu entscheiden.

 

Das Ergebnis war gar nicht mal so übel. Wir werden das immer wieder mal üben und dabei langsam die Anforderungen bzg Länge, Art und Standzeit der Fährte erhöhen.

 


 

 

26.06.13

18

Standzeit:  +40 Stunden

Länge: Ca. 600 Meter

Bewuchs: Mischwald mit hohem Laubholzanteil-Altholz, Laubstreu, Moos, Rückegassen

Witterung: Sehr kühl, feucht

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Fährte mit langer Standzeit

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rotwild

 

Das Thema verrät es schon. Wir werden nun überwiegend Fährten mit langer Standzeit arbeiten.

 

Zunächst werden Fährten ohne hohem Schwierigkeitsgrad gearbeitet. Eywa`s heutige Fährte hatte 3 Winkel. Einen hat sie überlaufen, hat sich aber nach 2 Riemenlängen selbst korregiert und zu ihrer Fährte zurück gesucht.

 

Vom Suchenstil merkt man Eywa nicht an das sie sich jetzt mehr konzentrieren müsste. Daher werden wir zügig den Schwierigkeitsgrad erhöhen können denke ich. Ihre Arbeit hat mir gut gefallen.

 

Wir werden bald in wildreicheren Revieren arbeiten und damit für recht "duftige" Verleitungen sorgen.

 

 

19.06.13

17

Standzeit: Ca. 60 Stunden

Länge:  Ca. 500 Meter

Bewuchs: Mischwald, Laub- und Nadelstreu, Gras, Totholz

Witterung: Sehr, sehr heiß und trocken

Wildvorkommen: mäßig

Thema:  eigentlich wollten wir nur Fotos machen...

Art der Fährte: Schweiss, Rehwild

 

Erstens kann es anders kommen, als man zweitens denkt. Wir wollten heute bei der Hitze eigentlich keine Fährte arbeiten, sondern einfach nur ein wenig schwimmen gehen.

 

Ein Jagdfreund brauchte noch Bilder von mir und Eywa. Um diese zu machen, wurde kurzerhand eine alte Fährte für etw 150 Meter "aufgefrischt". Die Fährte wurde für einen anderen Hund am Sonntag Nachmittag gelegt und am Montag Abend von dem anderen Hund gearbeitet.

 

Für Eywa wurden die ersten 150 Meter gestern noch mal aufgefrischt. Für ein paar Fotos hätte das gereicht.

 

Eywa hat den Endpunkt, einen Tannenzapfen voll Schweiss, wohl um ein paar cm verfehlt....und suchte dann einfach weiter. Ich liess sie weiter machen und Eywa ging die ab dem angedachten Fährtenende dann  über 60 Stunden alte Fährte wie auf Schienen....

 

Braaaaaves Scheggsli und den Blättermagen am Ende hat sie sich mehr als verdient...

 

 

"Anschusskontrolle"
Jetzt darf auch Eywa schauen
Schön mit tiefer Nase
Gefunden!

15.06.13

16 (Besuch im Saugatter)

 

Beginn: 09.00 Uhr

Ort: Thüringen

Gatter: 2,5 ha Arbeitsgatter

Bewuchs: dichtes Stangenholz

Akteure: 3 Bachen 60-90kg

Hunde: Bracken, Teckel, Terrier, Bayrische Gebirgsschweisshunde (BGS), Deutsch Langhaar (DL), Magyar Vizsla (MV)

 

Nach langem Abstand zum letzten Besuch in einem Gatter war ich gespannt, in wie weit sich Eywa`s Art an Sauen zu arbeiten geändert hat. Eywa konnte in der Praxis leider keine praktische Erfahrung sammeln. Da sie nicht stöbert, kommt sie auch nicht soooo häufig an Sauen.

 

Es zeigte sich schnell das Eywa kein Stöberhund ist und sehr führerbezogen sucht. Sie bewegt sich in ihrem für sie typischen Abstand um mich herum. Daran hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr also nichts geändert.

 

Geändert hat sich ihre Art mit den Sauen umzugehen. Eywa hat recht anhaltend verbellt und auch mal die ein oder andere Attacke gefahren. Sie weicht geschickt aus wenn die Sau einen Scheinangriff ansetzt und geht dann wieder in die vorsichtige Offensive. Wurden die Sauen schneller, steigerte auch Eywa das Tempo.

 

Jedoch braucht sie sehr stark meine Unterstützung. Ziehe ich mich zurück, bremst auch Eywa ihre Aktivität.

 

Angst hat Eywa nicht, definitiv nicht aber ein ausgesprochener "Sauhund" wird sie nicht werden. Muss sie auch nicht. Sie ist ein Vizsla und dafür war das heute gar nicht mal so schlecht.

 

Mal schauen. Wir sollen noch mal wiederkommen.

 

12.06.13

15

Standzeit: 40 Stunden

Länge: Ca.300 Meter

Bewuchs: Immergrün, Bach, Gras, steiler Hang nach oben, Forstweg, steile Rückegasse nach unten

Witterung: Sehr warm, sehr schwül, hohe Luftfeuchtigkeit

Wildvorkommen: mäßig

Thema: hohe Standzeit

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Die VFsP ist geschafft und nun werden wir den Schwierigkeitsgrad der Fährten bezüglich der Standzeit erhöhen.

 

Eywa`s heutige Fährte war bewußt kurz gehalten worden. Sollte sie mit der Standzeit überfordert sein, irgendwie würde ich sie schon über die paar Meter angeleitet bekommen.

 

Der Start war nicht okay. Fahrig und haspelig begann Eywa. Nachdem ich sie zwei mal zurück an den Anschuß genommen hatte, fiel sie doch die Fährte an und arbeitete ohne größere Probleme bis zum Stück.

 

Die nächste Fährte wird dann schon länger ausfallen.

 

08.06.13

14

Standzeit: Ca 24 Stunden

Länge: 1300 Meter

Bewuchs: Beerkraut, Mischwald, Nadelwald, Eschen- und Ahornanflug, Sturmfläche, grasige Flächen

Witterung: schwül-warm mit hoher Luftfeuchte, sonnig-bewölkt

Wildvorkommen: sehr hoch. Rotwild, Schwarzwild, Rehwild

Thema: Verbandsfährtenschuhprüfung

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh plus 100ml Schweiß für Anschuss und 4 Wundbetten

 

Es gibt nicht viel zu sagen: Eywa wurde um 13.00 angesetzt. Sie arbeitete von Anfang bis Ende höchst konzentriert, motiviert und ruhig mit tiefer Nase. Sie verwieß 3 von 4 Wundbetten und kam nach 25 Minuten sicher zum Stück.

 

Sie bestand die Prüfung mit FS I und als Suchensieger

 

05.06.13

13

Standzeit: 24 Stunden

Länge: Ca 700 Meter

Bewuchs: Buchenaltholz, Laubstreu, Graswege, Rückegassen

Witterung: sehr hohe Luftfeuchtigkeit, warm

Wildvorkommen: gering-mäßig

Thema: kein spezielles

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Diese Fährtenarbeit war prinzipiell okay. Der Start war unterirdisch. Eywa interessierte sich nicht für den Anschuss, stochte rassant in die vollkommen falsche Richtung los.

 

Beim zweiten Startversuch ging es besser, ich bestand auf ein ordentliches Untersuchen des Anschusses. Eywa lief die Fährte wie auf Schienen, musste nicht zurückgenommen oder korregiert werden.

 

 

01.06.13

12

Standzeit: 24 Stunden

Länge: Ca 800 Meter

Bewuchs: Rückegasse, Seegras, Kiefern-Fichten-Altholz

Witterung: Regen, kühl

Wildvorkommen: hoch

Thema: Letzte Trainingsfährte vor der Prüfung

Art der Fährte: Rotwild, Fährtenschuh

 

Wenn es stimmt das eine missglückte Generalprobe einen gute Prämiere bedeutet, ja dann kann ich mit Eywa`s heutiger Arbeit durch aus zufrieden sein und mich auf die Prüfung freuen...

 

Irgendwie ist Eywa "komisch". Ihre Art zu suchen gefällt mir grad gar nicht. Hektisch, teilweise wirkt sie unsicher, rückversichert sich zu oft, pendelt sehr viel, ist teils 100% und teils gar nicht zu lesen.

 

So hatten wir das schon länger nicht mehr. Diese Art zu suchen kenne ich von ihr wenn sie ganz kurz vor der Hitze steht oder scheinträchtig ist. Wenn sie sich an ihren Bauplan hält, kann das aber nicht sein. Die nächste Hitze wäre eigentlich Anfang August...

 

Einen Abruf haben wir bekommen...

 

Super gut war ihre Arbeit unter stärkster Verleitung. Ein Reh sprang sichtig über die Fährte. Nach kurzer Auszeit und einen Hinweiß, das sie sich an IHRER Fährte zu orientieren hat, ging es weiter. Sie verwieß die Verleitung ganz kurz und orientierte sich dann anstandslos wieder an ihrer Aufgabe.

 

Na ja, was solls. Dabei sein ist alles. Vor der Prüfung passiert jetzt eh nix mehr...

 

 

19.05.13

 

11

Standzeit: 30 Stunden

Länge: 1800-2000 Meter

Bewuchs: "Von licht bis dicht", Moos, Forstwege, Beerkraut, Altholz, Stangenholz, Rückegassen, "grüne Hölle"

Witterung: sonnig-bedeckt, feucht, mäßig warm

Wildvorkommen: !!!Sehr hoch!!! Schwarzwild, Rotwild, Rehwild

Thema: Prüfungsgerechte Verbandsfährtenschuhfährte in einem sehr wildreichen Revier

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s letzte große Übungsfährte vor der Prüfung glich in etwa den Anforderungen unserer gemeldeten Prüfung.

Abweichungen gab es in der Fährtenlänge und des Geländes. Die Prüfung findet in einer Mittelgebirgslage statt, die Fährte heute war auf brettel ebenem Gebiet. Die Prüfungsfährte wird keine 1800-2000m lang sein.

 

Das Wildvorkommen in diesem 8000 ha großem Areal ist enorm. Vor allem Schwarzwild gibt es dort. Eywa`s Fährte führte an Suhlen vorbei die von Rot- und Schwarzwild frequentiert werden, durch teils 500qm große, komplett umgedrehte Flächen, durch bürstendicke Laubholzverjüngungen, durch Brom- und Himbeer bewachsene Sturmflächen, über Forstwege, entlang großer Buchendickungen, durch lichte Altholzbestände. Es gab Laub- und Nadelstreu, Moos, Harvesterfurchen, Totholz.

 

Eywa begann großartig, zielstrebig, mit tiefer Nase. Den ersten Winkel nahm sie blitzsauber. es ging durch grünen Djungel, das erste Wundbett hat sie nicht angezeigt obwohl sie genau drauf war. Nach etwa 700 Meter der erste sehr schwere Punkt. Es ging von moosig bewachsenen Fichtenaltholz, in dichtes Eichenstangenholz. In dem Eichenstangenholz hat sie den Winkel überschossen und brauchte lange bis sie wieder eindeutig auf der Fährte war. In dem Eichenstangenholz waren Sauen und Rotwild zu gange.

 

Die Wundbetten 2-5 hat sie verwiesen. Ab dem letzten Wundbett bei etwa 1500-1600 Metern merkte man ihr die Anstrengung deutlich an. Auch ich war mental ziemlich gefordert, hatte komplett die Orientierung verloren, konnte Eywa nicht mehr gescheit lesen, die Maus wirkte verunsichert. Wir steckten mitten in einem Rotwildeinstand...., dem zweiten, sehr schweren Punkt der Fährte.

 

Als Eywa sich da raus buchstabiert hatte, lief sie wieder wie auf Schienen bis sie schließlich sehr erfreut die Sauschalen und ihr Fresschen in Form von Pansen fand.

 

Nun, wäre heute Prüfung gewesen dann hätten wir bestanden. Mein Begleiter, vom BJV anerkannter Nachsuchenführer vergab keinen Preis für Eywa`s Arbeit. Preise sind relativ und hängen meist subjektiv von der Einstellung der Prüfer zu der Arbeit des Hundes ab. Entscheidendt war/ist für diesen Mann, das das Team den Willen hat zu finden, dass das Gespann harmoniert und eine Einheit bildet.

 

Ich weiß also nicht, wie "gut" oder "schlecht" wir heute bestanden hätten.

 

Die reine Suchenzeit betrug 2,5 Stunden.

 

Ich weiß nicht wie die Prüfung demnächst enden wird, es ist mir eigentlich egal. Wir können nur gewinnen, denn man muss sich der Herausforderung solch einer schweren Prüfung erst einmal stellen. Und allein schon die Wege bis da hin waren/sind für mich und Eywa auf jedenfall ein Hauptgewinn!

 

18.05.13

10

Standzeit: 24 Stunden

Länge 650 Meter

Bewuchs: Seegras, sehr dichtes Stangenholz, Totholz, Rückegassen

Witterung: Sehr hohe Luftfeuchtigkeit, mäßig warm

Wildvorkommen: mäßig-hoch. Schwarzwildeinstandbereich mit Suhlen und umgebrochenen Flächen

Thema: Kein spezielles

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s Suchenstil ändert sich bei Fährten mit stärkerer Verleitung. Sie reißt die Fährte auf der linken Arschbacke ab und macht nebenbei noch 80% andere Dinge.

Sie hätte mich zwar nicht sonst wohin geführt, jedoch kann so ein Suchenstil ziemlich nervös machen, spätestens dann wenn die Fährte nicht markiert ist...

 

Sie hat alle 4 Verweißer angezeigt und verwießen.

 

15.05.13

9

Standzeit: 20 Stunden

Länge: 500 Meter

Bewuchs: Laubstreu, Totholz, Buchen-Fichten-Altholz, Dickungsrand

Witterung: schwül-warm, gewittrig

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Unmarkierte Fährte, kein spezielles Thema

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa`s Arbeit war prima. Es gibt nix zu nörgeln. Wir befinden uns im Endspurt hin zur VFsP. Wir werden zwar noch etwas arbeiten, im Großen und Ganzen Eywa nun aber deutlich herunter fahren. Sie soll am Tag X richtig Bock auf Arbeit haben. Schau mer mal.....

 


 


08.05.13

8

Standzeit: 24 Stunden

Länge: 1100 Meter

Bewuchs: Graswege, Himbeeren, Unterwuchs, Laub/Nadelstreu

Witterung: sehr warm, schwül

Wildvorkommen: sehr hoch

Thema: Unmarkierte Fährte unter stärkster Verleitung

Art der Fährte: Rotwild, Fährtenschuh

 

Jaaaaa, alsoooo.....

Heute musste Eywa richtig ackern...

Die Fährte wurde im extrem rehwildreichen Revierteil gelegt. 2 mal hatten wir für Eywa sichtig Rehwild auf der Fährte.

 

Eywa begann sehr konzentriert und gut zu lesen. Das erste Reh lag direkt vor ihr und sie hätte es erwischt, wäre sie mit einem Satz eingesprungen.

 

Das zweite Reh wechselte vor uns über den Grasweg. Das führte zu einem Konzentrationseinbruch von Eywa und anstatt sie abzulegen und 5 Minuten zu warten, hab ich sie weiter suchen lassen....

 

Das hätte einen Abruf gegeben...

 

Wir werden noch die eine oder andere Fährte dieser Art vor der Prüfung machen.

 

Alles in allem war ich aber zufrieden mit dem Schneggsli

 

04.05.13

7

Standzeit: Über Nacht

Länge: 650m

Bewuchs: Nadelstreu, Rückegassen

Witterung: Nass-mild

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Thema: Fremdfährte

Art der Fährte: Damwild, Fährtenschuh

 

Eywa hat trotz hoher Verleitung durch Schwarzwild perfekt gearbeitet. Eine recht knappe Beschreibung der Fährte, aber mehr gibt es für heute nicht zu sagen.

 

 

 

29.04.13

6

Standzeit: 30 min

Länge: 250m

Bewuchs: Überwiegend Nadelstreu, Fichtenaltholz

Witterung: Nass-kalt

Wildvorkommen: gering

Thema: Verleitungen des Fährtenlegers kreuz und quer über der Fährte

Art der Fährte: Rotwildlauf, getupft

 

Heute wollten wir uns man anschauen, wie Eywa mit einer sehr frischen Fährte umgeht, über die der Fährtenleger zum Abschluß noch kreuz und quer gelaufen ist.

 

Warum macht man das? Um zu überprüfen, ob der Hund nur der menschlichen Geruchswolke folgt, oder ob sich der Hund auch am Wildgeruch orientiert.

 

Eywa ist die Fährte exakt gelaufen. kam sie auf eine Verleitung durch den Fährtenleger, hat sie diese angezeigt aber nicht weiter verfolgt.

 

Obwohl die Fährte ultrafrisch war, wurden die paar Meter schön mit tiefer Nase gearbeitet.

 

27.04.13

5

Standzeit: Ca. 24 Stunden

Länge: Ca. 800 Meter

Bewuchs: Eiche-Buchen Stangenholz, Eichen-Buchen Altholz. Überwiegend Laubstreu, bisschen Brombeere

Witterung: Beim Legen der Fährte sehr warm und trocken, beim Arbeiten sehr nass und kühl

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Rückseits markierte Fährte, Verleitungen kreuz und quer über der Fährte vom Fährtenleger, Teamtraining

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Das Thema verrät schon um was es mir ging. Ich wollte testen, welchem Geruch Eywa folgt. Ob sie sich generell am Menschengeruch orientiert oder ob die Witterung der Schalen größere Priorität hat.

 

Nun, manche Fehler macht man nur einmal....

 

Fehler 1:

Wenn man schon massivste Verleitungen mit einbaut, sollte man die Fährte nicht rückseitig markieren, sondern so das man genau weiß ob man richtig ist, oder nicht...

 

Fehler 2:

Wenn man schon weiß das ein Wetterumschwung kommt, nehme man zum Markieren nicht unbedingt Straßenkreide.....

 

Fehler 3:

Man wähle nach Möglichkeit einen lichten Altholzbestand und kein wirres Stangengestrüppe wo man nach drei Metern selbst dann keine Markierungen mehr sieht wenn man JEDEN Halm anmalt, oder-so wie ich-nicht wirklich einen Sinn für Orientierung hat....

 

Fehler 4:

a:

Solange man sich nicht zu 100% sicher ist, das der Hund das packt, verwende man für die Wundbetten keine Döschen. Man findet die nämlich u.U nicht wieder...

b:

WENN MAN SCHON EIN GARMIN ÈINSTECKEN HAT, DANN SOLLTE MAN SICH DIE WUNDBETTEN AUCH ALS WAYPOINT MARKIEREN...

 

Also, wir kamen ans Ziel. Wie auch immer Eywa mich da hin gelotst hat, es ist mir ein Rätsel...

 

Die meiste Zeit folgten wir der Fährte im Blindflug. Wundbetten hat Eywa keines gefunden. Ich hab eins endeckt....

 

Mir ist auch so, als hätte Eywa ne ganze Ecke abgekürzt. Mir war die Gegend in der wir unterwegs waren, stellenweise völlig unbekannt (was nicht unbedingt was heißen muss...)

 

Ja, was nun sprach Zeus?

 

Teamarbeit ist eindeutig verbesserungswürdig.

 

"Fehler macht man, um sie das nächste mal nicht mehr zu machen"

 

24.04.13

4

Standzeit: Ca. 20 Stunden

Länge: ???

Bewuchs: Altholz, Laubstreu, Moos, grasige Rückegassen

Witterung: trocken, warm

Wildvorkommen: mäßig

Thema: Rückwärts markierte Fährte mit vielen Winkeln als Teamtraining

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Eywa ist nun prinzipiell soweit ausgebildet, das sie auch bei schwereren Fährten weiß was sie tun muss. Sie hat den Willen, ans Ende zu finden, zeigt deutlich an wenn sie überfordert ist und eine Pause braucht.

 

Die Zeit bis zur VFsP wird nun hauptsächlich zum Teamtraining genutzt. Keine für mich sichtbar markierten Fährten mehr, ich muss nun endgültig lernen, auch auf Kunstfährten dem Hund zu vertrauen, muss Eywa noch besser lesen lernen.

 

Eywa hatte heut so ihre Problemchen mit der Fährte. Sie musste oft bögeln, ging nicht so auf Schienen wie sonst, ging vorwärts, kam zurück, suchte nach links und nach rechts, ging wieder vorwärts usw.

 

Sie war nie im kritischen Bereich, höchstens 15 Meter neben der Fährte. Trotzdem macht mich dieser Suchenstil etwas nervös, schwierig einzuschätzen für mich ob sie nun grad Unfug macht oder Probleme hat und sich vorwärts beist.

 

Hilft nix, da muss ich durch...

 

21.04.13

3

Standzeit: Ca. 30 Stunden

Länge: 1300 Meter

Bewuchs: Altholz mit Moos, Stangenholz mit Laubstreu, morastiger Bachbereich, Bach, Totholz, Brombeeren, Nadelstreu, Schotterweg

Wildvorkommen: mäßig-mittelmäßig

Witterung: feucht-warm

Thema: Lange Fährte, viele verschiedene Untergründe, Steigerung der Konzentrationsfähigkeit

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Eywa begann zunächst unkonzentrierter als bei den letzten Fährten. Sie zeigte oft Verleitungen an, blieb aber im akzeptablen Bereich der Fährte.

Im Bereich des Baches gab es viele Verleitungen durch Reh, Sau, Dachs. Die Fährte querte den Bach auf einem breiten Wechsel und folgte diesem für einige Zeit. Vom Wechsel ging die Fährte im spitzen Winkel ab. Es folgte ein weiterer Wechsel auf dem die Fährte ca. 50 Meter verlief.

 

Die Bachquerung und den Abgang der Fährte vom Wechsel weg nahm Eywa sehr genau. Auch der Abgang vom zweiten Wechsel ins Stangenholz war akurat. Es folgte eine Strecke mit vielen Verleitfährten und -spuren. Hier war Eywa nicht immer geradlinig auf der Fährte, musste aber nicht ermahnt werden.

 

Der Übergang über den Schotterweg war gut, dann kam Eywa auf einen Wechsel. Hier musste ich sie ermahnen doch bitte bei ihrer Arbeit zu bleiben. Es folgte eine Überkreuzung der Fährte. Der Zeitversatz war so groß das Eywa damit keinerlei Problem hatte. Die restliche Strecke wurde problemlos gearbeitet.

 

Es waren zwei Wundbetten im Fährtenverlauf, die von Eywa sauber angezeigt und verwiesen wurden.

 

15.04.13

2

Standzeit: Über 40 Stunden

Länge: 1400 Meter

Bewuchs: Nadelstreu, Laubstreu, Rückegassen mit Altgras, Moos, Dickung, Totholz, Schotterweg

Wildvorkommen: mäßig-hoch

Witterung: Warm

Thema: Lange, unmarkierte Fährte mit hoher Standzeit und vielen Winkeln

Art der Fährte: Rotwildlauf, geschleppt

 

Eywa hat eine super Fährtenarbeit gezeigt. Die plötzlich hohen Temperaturen machten es zusätzlich zur Fährtenlänge und der Standzeit nicht einfach für`s Schneggsli.

 

Auf dieser Fährte kam sie an die Grenzen ihrer Konzentrationsfähigkeit. Doch trotz des nicht mal 3 Meter neben ihr abspringenden Hasen, den Rehbetten und der frischen Saulosung fand sie zu ihrem Hirschlauf und freute sich ein Loch in den Bauch.

 

Sogar zum Verbellen reichte die Energie noch und sie verschlang mit einem Happs ihren Pansen, den sie sich heute mehr als gerecht verdient hat.

 

Braaaaaves Schneggsli

 


14.04.13

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Standzeit: Ca. 15 Stunden

Länge: Ca. 900 Meter

Bewuchs: Nadel- und Laubstreu, Waldweg

Wildvorkommen: Hoch

Witterung: Mild

Thema: Schaufährte mit Zeitversatz, Rückwechsel, Wegequerung

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Anlässig eines Schweißseminares in Biel/Bienne in der Schweiz arbeitete Eywa eine Schaufährte. Trotz der fast 15 köpfigen Zuschauergruppe hat Eywa eine sehr solide und gute Arbeit gezeigt.

 

Das Revier im Kanton Bern ist sehr rehwildreich. Losung, Liegestellen, Plätzstellen gab es im Überfluss.