Zu Bille`s Ausbildung gehört auch das Training auf der Kunstfährte. Erste Schritte sind Futterschleppen, Schleppfährten mit Schwarzwildschwarten und Rehdecken. Nach und nach kommt der Fährtenschuh dazu, die Schleppen werden Schritt für Schritt abgebaut.

 

 

Mai 15

 

1

Fährtenlänge: Ca. 80m

Standzeit: Ca. 90min

Umwelt: Straßenlärm, ansonsten ruhig

Bewuchs: Fichtenaltholz, Nadelstreu

Wetter: Sonnig-warm

Art der Fährte: Fährtenschuh Rehwild + Schleppe

 

Wir sind gerade im Übergang von den Schleppfährten zu getretenen Fährten. Bille hat recht ordendlich gearbeitet. Standzeit kann weiter erhöht werden, die Länge wird erst mal bei +/- 100m bleiben. Leider ist Bille mit Futter so gar nicht zu motivieren

 

 

2

Fährtenlänge: Ca 100m

Standzeit: 2 Stunden

Umwelt: ruhig

Bewuchs: Fichtenaltholz

Wetter: warm-trocken-windig

Art der Fährte: Fährtenschuh Rehwild + Schleppe

 

Keine Probleme, Mit etwas Mithilfe alle 4 Wundbetten verwiesen. Standzeit auf 4 Stunden erhöhen.

 

 

 

3

Fährtenlänge: Ca 100m

Standzeit: 4 Stunden

Umwelt: ruhig, Geräusche durch Wind

Bewuchs: Fichtenaltholz, etwas Blaubeere

Wetter: Kühl, windig

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Heute zum ersten mal nur Fährtenschuhe, 8 Verweiser, 2 Bögen. Bille war heute sehr schnell ablenkbar. Jedes rascheln, jedes Geräusch vom Wind, Verkehrslärm, alles führte zum Stopp. Die Standzeit war okay, eventuell bei der nächsten Fährte nochmal ein Stück Pelz mitschleppen.

 

 

4

Fährtenlänge: 80-100m

Standzeit: knapp 6h

Umwelt: ruhig, etwas Windgeräusch

Bewuchs: Fichtenaltholz, etwas Blaubeere, Rückegasse

Wetter: schwül-warm, windig

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Zusätzlich zu den Fährtenschuhen noch das Haupt stückidentisch stellenweise mit geschlepptupft. 5 Wundbetten, ein Bogen. Wundbetten hat sie nicht angezeigt, die Fährtenarbeit war in Ordnung

 

 

 

Juni 15

 

5

Fährtenlänge: 50m

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig

Bewuchs: Fichtenaltholz, etwas grün

Wetter: sehr warm, windig

Art der Fähte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Erste Übernachtfährte. Hat sie gut gemacht. Sicher und bestimmt, hatte keine Probleme mit der Standzeit.

6

Fährtenlänge: Ca 70m

Standzeit: 3h

Umwelt: starker Regen mit den entsprechenden Geräuschen

Wildvorkommen: gut Rehwild

Bewuchs: Altholz, Mischwald, Schotterweg

Wetter: strömender Regen, kühl

Thema: Überqueren von Wegen

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Thema dieser Fährte: Untergrundwechsel, überqueren geschotterter Forststraßen. Sicherheitshalber hatte die Fährte nur eine kurze Standzeit. Untergrundwechsel sind nicht immer einfach für junge Hunde und um Bille keine unlösbare Aufgabe zu stellen, war die Standzeit bei 3 Stunden. Man merkt ihr jetzt schon an, das sie Fährten mit kurzer Standzeit unkonzentrierter arbeitet als Fährten mit langer Standzeit. Ich hab 3 Übergänge gelegt und sie hatte bei keinem Probleme. Die nächsten Wegequerungen werden eine längere Standzeit haben, evtl schon Übernacht.

 

 

7

Länge: Ca 150m

Standzeit: Ca 20h

Umwelt:  reichlich Ablenkung durch die begleitende Korrona des Seminars

Wildvorkommen: mäßig

Bewuchs:   Fichtenaltholz, etwas Laubholz

Wetter:  In der Nacht starker Schauer, am Tag sehr warm und schwül

Thema:  Übernachtfährte, arbeiten unter Ablenkung

Art der Fährte:  Rehwild, Fährtenschuh

 

Zu Anfang etwas unkonzentriert durch die begleitenden Teilnehmer des Seminars. Der Rest war okay

 

8

Länge:  Ca 150m

Standzeit:  20h

Umwelt:  siehe Fährte Nr.7

Wildvorkommen:  mäßig Reh- und Schwarzwild

Bewuchs:  Gras, Buchenverjüngung, Totholz, Schotterweg

Wetter:  siehe Fährte Nr.7

Thema:  siehe Fährte Nr.7 + Untergrundwechsel (Schotterweg queren)

Art der Fährte:  Rotwild, Fährtenschuh

 

Vom Anschuss weg konzentriert gearbeitet, eins von 2 Wundbetten verwiesen. Untergrundwechsel gut gearbeitet.

 

 

 

 

9

Länge:  Ca 300m

Standzeit:  Ca 20h

Umwelt:  ruhig

Wildvorkommen:  mäßig

Bewuchs:  Moos, Brombeeren, Altholz, frische Rückegassen, Hanglage

Wetter:  teils sonnig, leichter Wind, hohe Luftfeuchte, mäßig warm

Thema:  Länge der Fährte steigern, unangenehmer Bewuchs, Winkel

Art der Fährte: Fährtenschuh, Rehwild

 

Die neue Fährtenlänge hat Bille gut gemeistert, Brombeeren gehören nicht zu ihrem Lieblingsuntergrund, werden aber klaglos bewältigt. Die beiden Winkel hat sie gut genommen. Deutlich wird, das die Bracke in der Bracke langsam anfängt, "wach" zu werden. Sie hat entdeckt, das es ja noch soooo viel andere spannende Gerüche im Wald gibt. Bin gespannt, wie lange sie noch so motiviert wie bißher arbeitet und was uns einfällt um ihre Motivation ggf zu steigern. Fressen gehört da wohl leider nicht dazu....

 

 

Juli 15

 

10

Länge: 350m

Standzeit:14h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: gut Rehwild

Bewuchs: Laubstreu, Beerkraut, etwas Brombeere

Wetter: sehr heiß, seit Tagen über 30°, krachtrockene Böden

Thema: Arbeit bei extremen Wetter

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Das Thema sagt es ja schon: Arbeiten bei extremen Witterungserhältnissen. Um es Bille nicht noch schwerer zu machen, habe ich die Fährte am Vortag erst am Spätnachmittag gelegt. Gearbeitet haben wir sie am Folgtetag morgens um 07.00. Ich hatte ehrlich gesagt mit erheblichen Problemen gerechnet, doch Bille hat die Fährte wie auf Schienen gerabeitet, alle Winkel korrekt genommen und alle 5 Wundbetten verwießen. 

 

 

 

11

 

Länge: ca 300m

Standzeit: ca 20h

Umwelt: starke Windgeräusche

Wildvorkommen: mäßig

Bewuchs: Altholz, Rückegasse

Wetter: 20°, windig, hohe Luftfeuchte

Thema: nichts spezielles

Art der Fährte: Rehwild, Fährtenschuh

 

Nach der großen Hitze folgte der Regen... Bille`s Arbeit war altersgemäß okay. Man merkt deutlich, das nun auch andere Gerüche in ihrem Stellenwert steigen. Verleitungen werden interessant...

 

 

 

 

12

 

Länge: ca 300m

Standzeit: ca 20h

Umwelt: Land-Forstwirtschaftliche Umgebungsgeräusche

Wildvorkommen: gehäuft, Rehwild

Bewuchs: "von licht bis dicht"

Wetter: Sehr warm, sehr trocken

Schwierigkeit: Hoch! Extreme Bewuchswechsel von bürstendicht bis trockener Altholzbestand

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Die bisher anspruchsvollste Fährte für Bille. Abschnitt mit sehr dichtem und dornigem Ahornanflug im Hangbereich, Übergang zu knochentrockenem Fichtenaltholzbestand. Für Bille war die Fährte grenzwertig. Verleitungen waren deutlich vorhanden, die Fährtenmarkierungen sah man im dichten Ahornanflug sehr, sehr schlecht. Die nächste Fährte wird einfacher ausfallen...

 

 

 

 

13

Länge: Knapp 400m

Standzeit: 22h

Umwelt: starke Windgeräusche

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft, v.a Rehwild

Bewuchs: Altholz, Moos, Beerkraut, Seegras

Wetter: Kühl, sehr windig, hohe Luftfeuchtigkeit

Schwierigkeitsgrad: einfach-mittel

Thema: Arbeiten unter ablenkung durch Verleitung, mehrfaches queren eines Waldwiesenweges

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Heute war Bille recht leicht ablenkbar, die Fährte führte u.a an einem von Rehwild gerne frequentierten Jungwuchsstreifen vorbei. Da hätte sie gerne andere Dinge getan. Sie zu motivieren doch lieber wieder auf der Kunstfährte zu arbeiten anstatt sich für allerlei andere Dinge zu erwärmen wird immer kniffliger je älter sie wird. 

Desweiteren querten wir mehrfach einen ebenfalls gut besuchten Grasweg. 

Im Großen und Ganzen war ich zufrieden

 

 

August 2015

 

14

Länge: 400m

Standzeit: 22h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft, Rehwild 

Bewuchs: Kiefernaltholz, Beerkraut, etwas Gras, Eichenlaub

Wetter: sehr warm, leicht windig

Schwierigkeit: mittelhoch

Thema: Vorsuche auf den Anschuss, queren von Rückegasse, Verleitungen 

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Bille fand zwar den Anschuss mittels Vorsuche, interessierte sich aber für keine 2 Cent für das Stückchen Schwarte. Der Grund: Ameisen....

Die ersten paar Meter waren etwas holperich, kein Wunder wenn man so gar nicht in den Anschuss schauen mag.... Mit dem Rest der Fährte bin ich sehr zufrieden. Alle Ab- und zugänge von der alten Rückegasse akurat gearbeitet, 2 von 4 Wundbetten verwiessen, weitestgehend konzentriert gearbeitet, Bille hatte trotz des trockenen Bodens und der knapp 30 Grad herrschenden Temperaturen absolut kein Problem.

Die nächste Fährte werde ich etwas länger gestalten. Dafür erst einmal in einen relativ ruhigen Teil des Reviers, ohne all zu viele Verleitungen

 

 

 

15

Länge: 500m

Standzeit: 24h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: gering - mäßig

Bewuchs: Fichtenaltholz, Wildacker

Untergrund: Nadelstreu, Brombeere, Totholz, Schotter, gemulchter Wildacker

Wetter: sehr heiß, sehr trocken

Schwierigkeitsgrad: hoch

Thema: Geländeübergänge

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Trotz der relativ langen Standzeit und der extremen Witterungsbedingungen begann Bille die Fährte mit sehr viel Zug nach vorne. Der Übergang vom teils beschatteten Altholz in den voll besonnten Wildacker war kein Problem. Scheinbar war auf dem Wildacker mehr Verleitung doch letztendlich schaffte sie die 40m ohne meine Einwirkung halbwegs korrekt. Es folgte eine Strecke mit relativ viel Springkraut in einer schon etwas älteren Hiebfläche. Sehr schön gearbeitet. Es folgte ein Strecke mit vielen Brombeeren. Bille würde unangenehme Untergründe gerne meiden. Lässt man das nicht zu und bleibt konsequent stehen, nimmt sie die Fährte wieder an und stakst wie der Storch durch den Salat über die Pieksepflanzen. Die Überquerung des Schotterweges war nicht ganz so einfach. Bille war seitens Kondition und Konzentration ziemlich ausgereizt. Mit etwas Hilfe meisterte sie die letzten 60m aber noch anständig und flog trotz 32° wie eine Wilde der Sauschwarte an der Reizangel hinterher.

 

 

16

 

Länge: 400m

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: gering-mäßig

Bewuchs: Altholz

Untergrund: Nadelstreu, Laubstreu, Totholz, Bachlauf, Rückegasse

Wetter: Kühl

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: erste unmarkierte Fährte

Art der Fährte: Rotwild getupft

 

So langsam werden immer mal wieder unmarkierte Fährten eingestreut. Prinzipiell weis Bille was sie zu tun hat. War es bisher reines Hundetraining, kann nun die Teamarbeit beginnen. Bille hat den Anschuss verwiesen, nach dem sie erst mal los stechen wollte. Sie war sehr schnell unterwegs, daran werden wir noch arbeiten denn mir war das fast etwas zu zügig....

Neu war, das ein Bachlauf überquert werden musste. Wasser nimmt Witterung immer mit in Fließrichtung und brauchte Bille ein Weilchen ehe sie den richtigen Abgang fand. Sie zeigte recht schöne Eigenkorrektur. Sie hat 2 Wundbetten verwiesen und fand am Ende sehr großen Gefallen an der Rotwildreizangel. Wir werden jetzt die Fährtenlänge steigern

 

 

 

April 2016

 

Aufgrund der Vorbereitungen für die Anlageprüfung, kam die Fährtenarbeit und somit auch das Fährtentagebuch leider etwas zu kurz. Die AP haben wir sehr erfolgreich abgeschlossen und nun werden wir uns mit vollem Elan nahezu ausschließlich der Fährtenarbeit widmen. Bis zur Prüfung ist zwar noch Zeit, Bille hat jedoch durch das viele Hasen jagen grad andere Dinge als langweilige Kunstfährten in ihrem hübschen Kopf. Daher werden wir die Zeit mit Sicherheit auch brauchen....

 

17

Länge: 900m

Standzeit: 30h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft

Bewuchs: Altholz

Untergrund: Moos, Laubstreu, Grasweg

Wetter: Kühl und regnerisch

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: erste Fährte nach der AP

Art der Fährte: Schwarzwild, Fährtenschuh

 

Bille hat den Anschuss über die Vorsuche schnell gefunden und verwiesen. Die ersten 500m arbeitete Bille halbwegs konzentriert. Allerdings nahm sie sehr oft den Kopf hoch und scannte die Gegend ab. Im hinteren Fährtenverlauf kam sie auf eine frische Rehfährte. Das Reh sah ich über den Grasweg wechseln als wir Richtung Vorsuche gingen. Von dem Moment ab war an halbwegs vernünftiges Arbeiten nicht mehr zu denken.... Die beiden angelegten Wundbetten hat sie verwiesen. Es wartet noch viel, sehr viel Arbeit auf uns....

 

 

18

Länge: 1000m

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: gering-mäßig

Bewuchs: Altholz

Untergrund: Nadelstreu, Laubstreu, Totholz, Rückegasse

Wetter: mild

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: Konditions- Konzentrationsaufbau

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bessere Arbeit als letzte Woche. Anschuss durch Vorsuche gefunden und verwiesen. Bille hat länger mit tiefer Nase und weniger ihre Umgebung scannend gearbeitet. Dickungsbereiche erwiesen sich als seeeeehr verlockend um einen Abstecher hinein zu machen. Wir bleiben dran, auf jeen Fall.

 

 

19

Länge: ca 600m

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: gering-mäßig

Bewuchs: Altholz, etwas Jungwuchs

Untergrund: Laubstreu, Totholz, Rückegasse

Wetter: kalt, windig, Schneefall, Boden sehr nass

Schwierigkeitsgrad: mittel-hoch

Thema: Winkelarbeit

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Keine besonders lange Fährte was die Strecke angeht. Sehr viel rechte, linke, spitze und stumpfe Winkel. Bille hat den Anschuss über die Vorsuche diesesmal nicht gefunden bzw in der Stelle die sie verwiesen hat waren keine Pirschzeichen mehr. Jedoch kam sie von da aus korrekt auf die Fährte. Im winzigen Schritten scheint sie sich dran zu erinnern das sie eigentlich schon mal ganz gute Fährtenarbeit gemacht hat. Ich finde sie teilweise sehr schwierig zu lesen. Sie abeitet immer noch sehr fahrig und hibbelich. In ein richtig wildreiches Übungsgebiet brauchen wir auf jedenfall noch nicht gehen....

 

 

Mai 2016

 

20

 

Länge: ca 800m

Standzeit: 20h

Umwelt: Verkehrslärm da straßennah

Wildvorkommen: gering-mäßig

Bestand: Altholz

Untergrund: Laubstreu, Totholz, Rückegassen

Wetter: regnerisch

Schwierigkeitsgrad:sehr hoch

Thema: Arbeiten unter Ablenkung

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bille musste bei dieser Fährte alles an Konzentration geben was sie hatte. Die Fährte wurde in einer Käferschadfläche gelegt. Als die Fährte gelegt wurde, waren gerade die entsprechend als Käferholz markierten Fichten gefällt worden. Am Morgen, bevor wir die Fährte arbeiteten wurde das Holz gerückt. Somit war für sehr viel menschliche Verleitung auf der Fährte gesorgt. Bille hat die Fährte sehr, sehr gut gemeistert. Fast mit noch zuviel Dampf....

 

 

 

21

 

Länge: ca 1000m

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig, 2 zusätzliche Begleitpersonen

Wildvorkommen: gering-mäßig

Bestand: Altholz

Untergrund: Laubstreu, Totholz, Grasweg

Wetter: warm, leicht windig

Schwierigkeitsgrad: mittel-hoch

Thema: Konzentration

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bille hat den Anschuss über die Vorsuche gefunden und verwiesen. Streckenweise sehr schönes und eindeutiges Suchverhalten, gute Eigenkorrektur, teilweise interessierte sie sich zusätzlich zu ihrer Fährte noch für weitere, spannende Dinge. So ging in Dickungsnähe immer mal wieder die Nase hoch. Ihr Arbeitstempo war besser als die letzten male, mit weniger Druck nach vorne aber immer noch aussreichend um von "sie hat Dampf" zu sprechen. Schöner Fährtenwille. Wir wären ohne Abruf ans Ziel gekommen. Wenn sie jetzt noch ein klein wenig langsamer wird dann macht es richtig Spaß mit ihr zu arbeiten. Noch ist sie wie ein kleiner Panzer unterwegs....

 

 

 

Juni 2016

 

22

Länge: ca 300m 

Standzeit: 24h

Umwelt: Seminar, entsprechend große Begleitgruppe

Wildvorkommen: mäßig

Bestand: Altholz, Dickung

Untergrund: Laubstreu, Nadelstreu, etwas Brombeere

Wetter: mild, sehr nass da viel Regen

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: Schlaufige Wiedergänge

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bille war für meinen Geschmack etwas zu hektisch unterwegs. Sie hat alle Verweiser angezeigt. Die Begleitkorrona hat sie nicht weiter gestört. Wir müssen weiter daran arbeiten, Bille etwas ruhiger zu bekommen. Wenn sie so "hektisch" hin und her düst, ist sie sehr schwierig zu lesen

Grob sind die Schlaufen mit den Überschneidungspunkten zu erkennen

 

 

 

23

 

Länge: ca 300m 

Standzeit: 24h

Umwelt: Seminar, entsprechend große Begleitgruppe

Wildvorkommen: mäßig

Bestand: Traufbereich, Neupflanzung

Untergrund: Wiese

Wetter: warm, dämpfig-schwül, sehr nass da viel Regen

Schwierigkeitsgrad: hoch

Thema: Waldrand, Verleitungen durch austretendes Wild

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bille hat sehr gute Arbeit gezeit und die Fährte problemlos gearbeitet. Sehr viel Zug auf dem Riemen hatte sie auf dem Wiesenteil der Fährte. Alle Verweiser verwiesen. Hat mir gut gefallen. Wir nähern und Schritt für Schritt dem Arbeitsmodus den sie vor ihrer ersten DJ Saision schon mal hatte...

 

 

24

Länge: ca 600m 

Standzeit: 20h

Umwelt: Begleitkorrona im Rahmen des Übungstages Schweiß vom DBV Landesgruppe Süd am Walchensee

Wildvorkommen: mäßig-gehäuft, v.a auch Rotwild

Bestand: Altholz, Rückegassen, Gras

Untergrund: Laubstreu, Nadelstreu, grasige Gassen, Bachlauf, Schotter

Wetter: mild, sehr nass da viel Regen

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: Kein spezielles. 

Art der Fährte: Fährtenschuh Rotwild, Rotwildschweiß

 

Bille nahm die Fährte zügig an. Die Winkel arbeitete sie korrekt. Über den Bachlauf kam sie sicher, die Querung des Forstweges war kein Problem, 2 von 3 Wundbetten hat sie verwiesen. Verleitungen und Wechsel hat sie angezeigt aber nicht angenommen. An 2 Punkten hatte sie etwas mehr Mühe und musste kurz tüfteln. Da war Nachts wohl Rotwild o.ä unterwegs. Sie hat aber in kürzester Zeit dieses Problem selbstständig und ohne meine Hilfe gelöst. Bille´s Arbeit hat mir gut gefallen, auch wenn sie -für meinen Geschmack- mal wieder zu flott unterwegs war...

Da die Prüfungsfährte mit Rotwildschalen getreten wird werden wir ab sofort mehr Rotwild zum Üben verwenden. Auch werden wir die Strecken jetzt langsam aber sicher mal ein wenig ausbauen. Die Prüfungsfährte wird 1000m+ sein...

 

 

25

 

Länge: ca 1400m 

Standzeit: 20h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: mäßig

Bestand: Altholz, Rückegassen

Untergrund: Laubstreu, Nadelstreu, grasige Gassen, Waldweg

Wetter: sehr warm, "tropisch2 da sehr hohe Luftfeuchtigkeit

Schwierigkeitsgrad: mittel

Thema: Strecke

Art der Fährte: Fährtenschuh, Schwarzwild

 

Bille begann recht fahrig und unkonzentriert, hat aber über die Vorsuche innerhalb der festgesetzten Zeit den Anschuss gefunden und verwiesen. Wie immer war sie mit viel zug nach vorne unterwegs, bögelte sehr viel und es war teilweise etwas nervig und anstrengend sie immer wieder zu entwirren. Obwohl es sehr warm war wollte sie beständig vorwärts. Daher wollte ich sie nicht mit Wasser und Pause "belästigen" Die Fährte war nicht markiert und wir kamen ans Stück ohne das wir einen Abruf bekommen haben. Das Hetzangelspiel am Ende der Fährte wurde wie immer  begeistert angenommen. Die nächste Fährte wird kürzer aber nichts desto trotz sehr anspruchsvoll.

 

 

Links Anschuss mit Vorsuche, rechts Ende und Hetzangelspiel

 

 

26

 

Länge: ca 1200m 

Standzeit: 24h

Umwelt: ruhigt

Wildvorkommen: hoch, Rehwild

Bestand: Überwiegend Kiefernaltholz

Untergrund: Beersträucher, Farn, Nadelstreu

Wetter:Schwül-warm

Schwierigkeitsgrad: hoch, sehr viel Rehwild, sehr viele starke Wechsel

Thema: Lange Strecke mit viel Verleitung

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Den Anschusss hat Bille über die Vorsuche gefunden aber nicht wirklich ordentlich verwiesen. Sie war zügig unterwegs, hat die Fährte aber gut gehalten. Kurz vor dem Treten der Fährte war viel Rehwild unterwegs, beim Arbeiten sprang Rehwild direkt auf der Fährte ab und Bille wurde im Riemen sofort laut. Also sehr viel Verleitung vorhanden. Einmal kam sie ab, beim nächsten mal muss ich versuchen nicht ein zu greifen bzw nicht so früh ein zu greifen. Die beiden Wundbetten hat sie nicht verwiesen. Ich war zufrieden mit ihr, mit mir eher nicht soooo....

Rehparadies

 

 

27

Länge: ca 1300m 

Standzeit: 23h

Umwelt: ruhig

Wildvorkommen: mäßig-hoch, überwiegend Rehwild

Bestand: Kiefern- Fichtenaktholz, Fichtenjungwuchs

Untergrund: Beersträucher, Nadelstreu, Laubstreu, Schotter, Gras

Wetter:  warm, sehr windig

Schwierigkeitsgrad: mittel. Lange Fährte, Verleitungen 

Thema: Lange Strecke mit Verleitung

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Bille hat den Anschuss (nur ein paar wenige Haare vom Lauf) gefunden aber nur recht sparsam verwiesen. Sie brauchte etwas Zeit um die Fluchtrichtung klar an zu zeigen. Den ersten Teil durch Kiefern- u. Fichtenaltholz bis zum Fichtenjungwuchs hat sie gut gearbeitet. Schöne Eigenkorrektur. Da es sehr windig war, pendelte Bille mehr als sonst über die Fährte, in windgeschützteren Abschnitten war sie viel fährtentreuer. Im Jungwuchs kam sie von der Fährte ab und musste sich den richtigen Verlauf auf einem alten Grasweg über die Vorsuche erarbeiten. Als Bille wieder auf die Fährte stieß, wurde ihr Suchverhalten sofort zweifelsfrei. Es folgte auf dem nächsten Grasweg ein Zickzackwinkel den sie zwar erst überschoß, sich aber selbst korregierte und dann auch korrekt arbeitete.

Der Untergrund wechselte, es folgte Laubstreu mit dichtem Buchenjungwuchs. Überang gut gearbeitet. Auch der Wechsel zu fast hüfthohen Beerkräutern klappte gut. Den Schotterweg querte sie perfekt. Es folgte eine sehr lange, mehr oder weniger Gerade ohne bzw mit nur sehr, sehr wenigen Markierungen. Hier bögelte Bille nun vermehrt, hechelte stark, wollte aber kein Wasser. Hab ihr dann halt den Kopf und die Nase zwangsbefeuchtet....

Nach der langen Geraden folgte auf einer alten Rückegasse ein letzter 90° Winkel und es ging noch einmal durch Seegras gerade aus bis zum Ende. Konditionell war Bille ziemlich am Limit. Die nächste Fährte wird wieder kürzer werden.

Billes Arbeit war durchaus okay.

Vom Fährtenverlauf dieses mal kein Bild. Garmin hat nicht funktioniert weil die Batterie zu schwach war...

 

Ziemlich groggy, aber Hetzangel am Ende der Fährte muss einfach sein :-)

Juli

 

28

 

Länge: ca 1000m 

Standzeit: 20h

Umwelt: Verkehrslärm da straßennah

Wildvorkommen: mäßig, überwiegend Rehwild, etwas Schwarzwild

Bestand: Altholz Fichte, etwas Buche und Eiche, 

Untergrund:  Nadelstreu, Laubstreu, 

Wetter:  regnerisch und windig

Schwierigkeitsgrad: Mittel. Lange Fährte, Verleitungen 

Thema: Lange Strecke mit Verleitung, Winkel

Art der Fährte: Fährtenschuh Schwarzwild

 

Also, wenn es jetzt kurz vor der Prüfung wäre dann würde mir himmelangst... Bille´s Arbeit war ein einziger K(r)ampf... Schon die Vorsuche klappte gar nicht. Nur hektisches umher Gerenne mit hoher Nase...

Fährtenwille???? Ja schon, nur nicht für die ihr angedachte Aufgabe. Alle Winkel überschossen, unkonzentriert, ungeduldig, schwer zu führen da Madame sich in affenartiger Geschwindigkeit um alles wickeltee was nur annäherungsweise wie ein Baum aussah.

Abhaken-nicht länger drüber nachdenken-weiter machen...

 

 

Oktober 2016

 

29

 

Fährtenschuhprüfung am Walchensee

 

"Das Beste kommt zum Schluss"

 

Bille und ich haben am 15.10.2016 bei der anlässig zur Hauptversammlung des DBV traditionellen SP-FS einen 1. Preis erreicht.

 

Ihr Fährtentagebuch wird nun geschlossen, bzw werde ich nur noch sporadisch berichten. Bille´s Herz schlägt für die "laute Jagd". Sie wird, anders als Eywa, kein Nachsuchenhund werden.